Trotz operativer Rekordzahlen herrscht bei AppLovin massive Verunsicherung. Die Aktie hat seit ihrem Höchststand im Dezember fast die Hälfte an Wert verloren, getrieben von bestätigten SEC-Ermittlungen und einer breiten Verkaufswelle im Software-Sektor. Während die fundamentalen Daten glänzen, dominiert am Markt derzeit die Angst vor regulatorischen Eingriffen und technologischer Disruption.

SEC-Ermittlungen belasten Stimmung

Der Wochenauftakt verlief für Aktionäre turbulent. Auslöser für den jüngsten Verkaufsdruck war die Bestätigung, dass die Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC gegen das Ad-Tech-Unternehmen weiterhin „aktiv und laufend“ ist. Die Behörde prüft Vorwürfe, die ursprünglich von Leerverkäufern und einem Whistleblower erhoben wurden. Im Kern geht es um die Einhaltung von Servicevereinbarungen mit Plattformpartnern im Bereich der gezielten Werbung.

Verschärft wurde die Situation durch eine allgemeine Schwäche im Software-Sektor. Ängste, dass fortschrittliche Künstliche Intelligenz traditionelle Software-Geschäftsmodelle (SaaS) verdrängen könnte, drückten auch Branchengrößen wie Salesforce und MongoDB ins Minus. AppLovin konnte sich diesem negativen Sentiment nicht entziehen, auch wenn der Kurs zur Wochenmitte eine Gegenbewegung zeigte und aktuell bei 359,00 € notiert (+7,71 %).

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Die fundamentale Diskrepanz

Bemerkenswert ist die Kluft zwischen der Kursentwicklung und den operativen Erfolgen. Das Unternehmen meldete für das vierte Quartal 2025 ein Umsatzwachstum von 66 Prozent und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Besonders die Profitabilität sticht hervor: Mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 84 Prozent arbeitet AppLovin hochprofitabel. Auch der Ausblick für das erste Quartal 2026 lag über den Konsensschätzungen.

Dennoch ignorierten Anleger diese Zahlen weitgehend. Bereits nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse Mitte Februar reagierte die Aktie mit deutlichen Abschlägen. Dies verdeutlicht, dass regulatorische Risiken und makroökonomische Sorgen derzeit schwerer wiegen als die reine Ertragskraft des Unternehmens.

Neue Ambitionen und Ausblick

Neben dem Kerngeschäft sorgt eine mögliche strategische Neuausrichtung für Gesprächsstoff. Berichten zufolge arbeitet AppLovin an einer eigenen Social-Media-Plattform, nachdem eine Übernahme des US-Geschäfts von TikTok gescheitert war. Dieser Schritt würde das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu etablierten Social-Media-Giganten bringen – ein Unterfangen, das Chancen, aber auch erhebliche Investitionsrisiken birgt.

Die Diskrepanz zwischen der starken operativen Performance und dem fallenden Aktienkurs bleibt das bestimmende Thema. Solange die Unsicherheit bezüglich der SEC-Untersuchung besteht, dürften fundamentale Kennzahlen in den Hintergrund treten. Erst die nächsten Quartalszahlen im Mai 2026 werden zeigen, ob das Unternehmen das Vertrauen der Investoren durch anhaltendes Wachstum zurückgewinnen kann.

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