BioNTech legt in zwei Wochen seine Karten auf den Tisch – und diesmal geht es um mehr als nur ein Quartal. Der Bericht für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 soll zeigen, wie weit der Umbau weg vom Corona-Impfstoff hin zur Onkologie-Strategie tatsächlich ist. Gleichzeitig kommen neue Baustellen hinzu: ein Patentstreit mit Moderna und die Integration von CureVac.

Termin mit Signalwirkung

BioNTech will die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am 10. März 2026 veröffentlichen. Am selben Tag ist eine Investoren-Telefonkonferenz samt Webcast angesetzt (13:00 Uhr MEZ).

Der Zeitpunkt ist heikel, weil Anleger damit erstmals einen kompletten Blick auf 2025 bekommen – inklusive der Folgen eines sich verändernden Umsatzmixes. Auf der J.P.-Morgan-Healthcare-Konferenz im Januar hatte das Unternehmen seine Umsatzprognose für 2025 auf 2,6 bis 2,8 Milliarden Euro beziffert. Der Bericht am 10. März wird damit zur Klartext-Prüfung, ob diese Spanne getroffen wurde.

Ein weiterer wichtiger Punkt: BioNTech betonte im Januar, für 2026 keine Erlöse aus Onkologie-Produkten zu erwarten. Das unterstreicht, dass die Pipeline zwar vorankommt, aber wirtschaftlich noch nicht im Ziel ist.

Pipeline: Viel Bewegung, noch kein Umsatz

Der Earnings-Call dürfte auch als Bühne für ein operatives Update dienen – vor allem zur Krebs-Pipeline. BioNTech plant laut strategischem Update, bis Ende 2026 insgesamt 15 Phase-3-Studien laufen zu haben. Zudem wurden sieben späte Daten-Updates für 2026 in Aussicht gestellt.

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Im Fokus stehen dabei unter anderem:
- pumitamig (BNT327/BMS986545), ein bispezifischer Antikörper (PD-L1xVEGF-A) in Zusammenarbeit mit Bristol Myers Squibb
- gotistobart (BNT316/ONC-392), ein selektiver Treg-Modulator mit OncoC4

Zusätzliche Aufmerksamkeit brachte BioNTech im Januar durch US-Zulassungsbehörden-Labels: Die FDA vergab eine Fast-Track-Einstufung für BNT113 (mRNA-Krebsimmuntherapie bei HPV16-positivem Kopf-Hals-Krebs) sowie eine Orphan-Drug-Einstufung für gotistobart bei plattenepithelialem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.

Patentstreit und Analysten – das neue Störgeräusch

Kurz vor der Terminankündigung kam eine juristische Komponente dazu: BioNTech reichte am 19. Februar 2026 in Delaware Klage gegen Moderna ein. Der Vorwurf: Modernas nächster Covid-Impfstoff mNEXSPIKE verletze ein BioNTech-Patent, das sich auf ein mRNA-Impfstoffdesign mit geringerer Dosierung bezieht. Laut Reuters soll mNEXSPIKE 55% von Modernas Covid-Impfstoff-Umsatz in der Saison 2025/26 ausmachen. Der Schritt ist wiederum eine Gegenbewegung zur weiterhin laufenden Moderna-Klage aus 2022 gegen BioNTech und Pfizer rund um Comirnaty.

Auch das Analystenbild ist gemischt: Morgan Stanley bekräftigte laut einem TipRanks-Bericht zuletzt eine positive Haltung. Leerink Partners stufte die Aktie dagegen Anfang Februar auf Market Perform ab (von Outperform) und nannte als Begründung vor allem die zuvor gelaufene Erholung – wichtige klinische Daten zur Kombinationstherapie-Strategie könnten demnach erst 2027 kommen.

Am Markt zeigt sich das aktuell nur gedämpft: Die Aktie notiert heute bei 93,65 Euro und damit leicht im Minus.

Zum 10. März dürften vor allem fünf Punkte zählen: der tatsächliche 2025-Umsatz im Verhältnis zur Prognose, der Barmittelverbrauch und die Liquiditätsposition, konkrete Zeitpläne für die Phase-3-Programme, Fortschritte bei der CureVac-Integration nach der Übernahme im Dezember 2025 sowie der Ausblick auf den Covid-Impfstoffmarkt in einem sich verändernden regulatorischen und politischen Umfeld.

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