Amazon Aktie: Umsatz-Krone erobert
Amazon hat Walmart als umsatzstärkstes Unternehmen der Welt abgelöst. Mit 716,9 Milliarden Dollar Jahresumsatz beendet der Konzern die jahrzehntelange Dominanz des Einzelhandelsriesen. Doch während die Schlagzeile für Jeff Bezos' Imperium spricht, sorgen Rekordinvestitionen und eine Herabstufung durch Moody's für Gegenwind.
Der historische Wechsel an der Spitze
Am 19. Februar meldete Walmart einen Jahresumsatz von 713,2 Milliarden Dollar für das am 31. Januar endende Geschäftsjahr. Amazon hatte zuvor 716,9 Milliarden Dollar für 2025 ausgewiesen. Das Wachstumstempo macht den Unterschied deutlich: Während Amazon um 12,4 Prozent zulegte, schaffte Walmart nur 4,7 Prozent.
Hinter dem Triumph steht vor allem Amazon Web Services. Die Cloud-Sparte steuerte rund 129 Milliarden Dollar bei – ohne AWS läge Amazon hinter Walmart zurück. Der Drittanbieter-Marktplatz machte etwa 24 Prozent des Gesamtumsatzes aus, AWS etwa 18 Prozent. Die neue Rangfolge wird im Juni offiziell in der Fortune-500-Liste erscheinen.
Moody's dämpft die Euphorie
Parallel zur Umsatz-Meldung revidierte die Ratingagentur Moody's ihren Ausblick für Amazon von "positiv" auf "stabil". Grund ist der angekündigte Investitionsplan von 200 Milliarden Dollar für 2026 – über 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Moody's erwartet, dass die Ausgaben die interne Cashgenerierung übersteigen werden. Amazon dürfte auf externe Finanzierungsquellen angewiesen sein.
Das bestehende A1-Rating bleibt zwar bestehen, doch eine Heraufstufung setzt laut Moody's konsistentes Gewinnwachstum und positiven Free Cashflow voraus. Beides steht unter dem Druck der massiven KI-Infrastrukturausgaben.
Aktie erholt sich nach Kursrutsch
Am Freitag schloss die Aktie bei 210,11 Dollar, ein Plus von 2,56 Prozent. Damit setzte sich die Erholung fort, die am 17. Februar nach einer neuntägigen Verlustserie begann. Zwischen dem 2. und 13. Februar hatte die Aktie rund 18 Prozent verloren – mehr als 450 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung wurden vernichtet.
Auslöser war der Quartalsbericht vom 5. Februar. Die Investitionsankündigung von 200 Milliarden Dollar lag fast 60 Prozent über dem Vorjahresniveau und über 50 Milliarden Dollar über der Konsenserwartung von etwa 146 Milliarden Dollar. Die Mittel fließen vor allem in KI-Infrastruktur, Rechenzentren und Chips.
Was jetzt entscheidend wird
Amazon steht zwischen operativem Erfolg und finanziellem Kraftakt. Der Sprung an die Umsatzspitze markiert einen strukturellen Wandel – weg vom reinen Handel, hin zur Cloud- und KI-Dominanz. Gleichzeitig zeigt die Moody's-Einschätzung und der Kursrückgang von den Höchstständen, dass Investoren die Belastung durch das 200-Milliarden-Programm ernst nehmen. Ob sich der Infrastrukturausbau rechnet, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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