Rolls-Royce steht vor einer richtungsweisenden Woche. Am 26. Februar legt der britische Triebwerkshersteller seine Jahreszahlen für 2025 vor – nach einem Kursanstieg von rund 1.600 Prozent seit Herbst 2022. Die Erwartungen sind entsprechend hoch. Kann das Unternehmen die ambitionierte Prognose erfüllen und damit die Bewertung rechtfertigen?

Prognose setzt hohe Messlatte

Das Management hat einen Betriebsgewinn zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden Pfund sowie einen freien Cashflow von 3,0 bis 3,1 Milliarden Pfund für 2025 in Aussicht gestellt. Das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber 2024, als der Betriebsgewinn bei 2,46 Milliarden Pfund lag – ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der freie Cashflow kletterte damals um 88 Prozent auf 2,43 Milliarden Pfund.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rolls-Royce?

Die erste Jahreshälfte 2025 verlief stark: Mit einem Betriebsgewinn von 1,7 Milliarden Pfund übertraf Rolls-Royce die Vorjahresperiode um etwa 50 Prozent. Allerdings warnte das Unternehmen bereits im Sommer, dass die zweite Jahreshälfte etwas schwächer ausfallen dürfte – was nun in den Gesamtzahlen sichtbar werden könnte.

Bewertung auf Rekordniveau

Die Aktie notierte am Freitag bei 1.336 Pence und damit rund 11 Prozent über dem Jahresanfangswert. Seit Jahresbeginn 2026 hat sie sich erneut über dem Hoch des Vorjahres etabliert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mittlerweile bei etwa 65, für 2026 wird ein KGV von rund 40 erwartet. Diese Bewertung lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen.

Parallel läuft das im Dezember 2025 angekündigte Aktienrückkaufprogramm weiter. Erst am 20. Februar meldete die Börse in London eine entsprechende Transaktion.

Wachstum jenseits der Luftfahrt

Analysten rechnen für 2025 mit einem Umsatz von etwa 19,5 Milliarden Pfund, nach 17,8 Milliarden im Vorjahr. Für 2026 liegt die Prognose bei 21,5 Milliarden Pfund. Dabei rücken zunehmend Bereiche außerhalb des klassischen Triebwerksgeschäfts in den Fokus.

Die Sparte Power Systems verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen Anstieg der Auftragseingänge um 85 Prozent – getrieben durch Nachfrage aus dem Verteidigungs- und Rechenzentrumsbereich. Zudem wurde Rolls-Royce SMR als exklusiver Lieferant für das erste britische Kleinreaktorprogramm ausgewählt. Das Management erwartet, dass dieser Bereich ab 2030 profitabel sein und positiven Cashflow generieren wird.

Ein Risiko bleibt allerdings bestehen: Lieferkettenprobleme in der Luftfahrt belasten die Cashflow-Entwicklung mit geschätzten 150 bis 200 Millionen Pfund und dürften laut Unternehmensangaben auch 2026 noch spürbar sein.

Ausblick entscheidet über Reaktion

Die Zahlen am 26. Februar werden zeigen, ob Rolls-Royce die selbst gesteckten Ziele erreicht hat. Angesichts der hohen Bewertung dürfte der Markt bereits eine Erfüllung der Prognose eingepreist haben. Entscheidend wird daher vor allem der Ausblick auf 2026 sein – und ob das Unternehmen seine Transformation glaubwürdig fortsetzen kann.

Rolls-Royce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rolls-Royce-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Rolls-Royce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rolls-Royce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rolls-Royce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...