Die Signale bei Amazon könnten derzeit kaum widersprüchlicher sein: Während Warren Buffetts Investmentvehikel den Großteil seiner Anteile abstößt, rufen Top-Analysten ambitionierte Kursziele aus. Anleger stehen im Februar 2026 zwischen Rekordumsätzen und explodierenden Kosten für Künstliche Intelligenz vor einer richtungsweisenden Entscheidung.

Radikaler Schnitt im Portfolio

Berkshire Hathaway hat im vierten Quartal 2025 einen drastischen Rückzug angetreten. Laut den am 17. Februar veröffentlichten Unterlagen reduzierte das Konglomerat seine Amazon-Position um rund 77 Prozent auf nur noch 2,3 Millionen Aktien. Dieser massive Verkauf fällt zeitlich mit dem Führungswechsel von Warren Buffett zu Greg Abel zusammen. Marktbeobachter werten dies als Reaktion auf die aggressive Ausgabenpolitik des E-Commerce-Giganten. Amazon plant für das laufende Jahr Investitionen in Höhe von rund 200 Milliarden US-Dollar – eine Summe, die konservative Value-Investoren offensichtlich abschreckt.

Analysten halten dagegen

Ganz anders bewertet Morgan Stanley die Lage. Analyst Brian Nowak bestätigte am Dienstag sein "Overweight"-Rating und hält an einem Kursziel von 300 US-Dollar fest. Die Bank argumentiert, dass die dominierende Marktstellung Amazons bei generativer KI im aktuellen Kurs nicht ausreichend berücksichtigt wird.

Besonders die Cloud-Sparte AWS untermauert diese optimistische Sichtweise: Der Auftragsbestand ist im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 244 Milliarden US-Dollar angestiegen. Morgan Stanley sieht hier, unterstützt durch KI-Tools wie den Einkaufsassistenten Rufus, einen klaren Wettbewerbsvorteil, der das Umsatzwachstum weiter antreiben dürfte.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?

Historischer Wechsel an der Spitze

Fundamental hat Amazon einen bedeutenden Meilenstein erreicht und Walmart als umsatzstärkstes Unternehmen der Welt abgelöst. Mit 717 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz für 2025 zog der Tech-Konzern am Einzelhandelsriesen vorbei, der auf 713,2 Milliarden US-Dollar kam.

Trotz dieser Rekordzahlen stand die Aktie zuletzt unter erheblichem Druck. Sorgen über die massiven Infrastrukturkosten lösten eine neuntägige Verlustserie aus, die fast 450 Milliarden US-Dollar an Börsenwert vernichtete. Erst am 17. Februar konnte der Kurs bei 201,15 US-Dollar eine Bodenbildung andeuten, begleitet von deutlich erhöhtem Handelsvolumen.

Die massive Wette auf KI-Infrastruktur polarisiert den Markt weiterhin extrem. Während der Verkauf durch Berkshire Hathaway zur Vorsicht mahnt, signalisieren der prall gefüllte AWS-Auftragsbestand und die Marktführerschaft im Umsatz, dass die Wachstumsstory intakt ist. Der Erfolg der 200-Milliarden-Dollar-Investition wird in den kommenden Quartalen über die weitere Kursrichtung entscheiden.

Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...