Amazon Aktie: Cashflow-Kollaps
Die Amazon-Aktie zeigt nach neun Verlust-Handelstagen erste Erholungszeichen – doch die Erleichterung dürfte verfrüht sein. Der E-Commerce-Riese plant für 2026 Kapitalausgaben von rund 200 Milliarden Dollar, hauptsächlich für KI-Infrastruktur und Rechenzentren. Das ist ein gewaltiger Sprung gegenüber den 130 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Preis: Der freie Cashflow brach 2025 von 38,2 auf nur noch 11,2 Milliarden Dollar ein – ein Rückgang um über 70 Prozent.
CEO Andy Jassy reagierte mit der Ankündigung, rund 16.000 Verwaltungsstellen zu streichen. Die Maßnahme soll Ressourcen für die KI-Offensive freischaufeln. In der historischen Verlustserie verlor Amazon fast 400 Milliarden Dollar an Börsenwert. Am Dienstag schloss die Aktie bei 201,15 Dollar (+1,19 Prozent), am Mittwoch bei 204,79 Dollar (+1,81 Prozent). Vorbörslich am Donnerstag gab das Papier zeitweise wieder um 0,43 Prozent nach auf 203,88 Dollar.
Morgan Stanley bleibt optimistisch – Buffett steigt aus
Die Investmentbank Morgan Stanley hält trotz der Turbulenzen an ihrer Kaufempfehlung fest. Analyst Brian Nowak bestätigte das Kursziel von 300 Dollar und bezeichnete Amazon als "am meisten unterschätzten Gewinner im Bereich generative KI". Ein Hoffnungsschimmer: Das Umsatzwachstum der Cloud-Sparte AWS beschleunigte sich im vierten Quartal 2025 auf 24 Prozent – der höchste Wert seit 13 Quartalen. Nowak betont, dass Investitionen in Rechenzentren weiterhin die Wachstumsrate bestimmen werden.
Ganz anderer Meinung ist offenbar Warren Buffett. Seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway reduzierte die Amazon-Beteiligung im vierten Quartal 2025 um rund 77 Prozent. Der massive Ausstieg eines der renommiertesten Investoren sorgt für zusätzliche Verunsicherung unter Anlegern.
Technische Schwäche an kritischer Marke
Aus technischer Sicht steht die Aktie nach dem Bruch der 211-Dollar-Zone unter Druck. Diese Marke gilt als Schlüsselzone – ob sich der Kurs oberhalb der nächsten Unterstützungen stabilisieren kann, wird über den weiteren Verlauf entscheiden. Mit in der Spitze 25.315 Punkten erreichte der DAX am Mittwoch wieder ein Hoch seit Mitte Januar, was auch einigen Tech-Werten Auftrieb gab.
Die massive Diskrepanz zwischen Milliardeninvestitionen und schrumpfendem Cashflow bleibt ein erheblicher Risikofaktor. Gleichzeitig könnte das starke AWS-Wachstum der Beginn einer neuen Phase sein, die die hohen Ausgaben mittelfristig rechtfertigt. Für risikobereite Anleger mag die aktuelle Schwäche eine Einstiegschance darstellen – konservative Investoren warten besser auf klarere Signale zur Profitabilität der KI-Investitionen.
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