Aston Martin hat die Anleger am Freitag mit einer Gewinnwarnung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 verschreckt. US-Importzölle und ein Rückgang bei den Auslieferungen hochpreisiger Sondermodelle hinterlassen tiefe Spuren in der Bilanz des britischen Luxusautobauers. Wie will der Traditionshersteller diesen Abwärtstrend stoppen?

Schwache Auslieferungen belasten die Profitabilität

Die operativen Schwierigkeiten spiegeln sich deutlich in den Absatzzahlen wider. Im Jahr 2025 lieferte Aston Martin insgesamt 5.448 Fahrzeuge aus – ein Rückgang von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders schmerzhaft ist dabei das Ausbleiben margenstarker Spezialeditionen. Zwar konnten im vierten Quartal 152 Einheiten des Supersportwagens Valhalla ausgeliefert werden, doch dies reichte nicht aus, um die Schwäche im restlichen Portfolio zu kompensieren.

In der Folge bricht die Bruttomarge voraussichtlich auf etwa 29,5 Prozent ein, nachdem sie im Jahr 2024 noch bei stolzen 36,9 Prozent gelegen hatte. Marktbeobachter rechnen nun mit einem bereinigten operativen Verlust, der die Marke von 184 Millionen Pfund übersteigen dürfte. Damit würde sich das Minus im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Aston Martin?

Finanzspritze durch Formel-1-Markenrechte

Um die finanzielle Stabilität zu sichern, greift das Unternehmen zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Aston Martin veräußert die permanenten Namens- und Markenrechte seines Formel-1-Teams für 50 Millionen Pfund an die AMR GP Holdings, die dem Großaktionär Lawrence Stroll nahesteht. Dieser Deal sichert dem Rennstall die Namensrechte bis zum Jahr 2055 und verschafft dem Automobilhersteller sofortige Liquidität.

Da es sich um ein Geschäft mit einer nahestehenden Partei handelt, müssen die Aktionäre noch offiziell zustimmen. Eine Ablehnung gilt jedoch als unwahrscheinlich: Wichtige Investoren wie Geely, Mercedes-Benz und das Yew Tree Consortium, die zusammen mehr als die Hälfte der Stimmrechte halten, haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. Die Liquidität des Unternehmens lag Ende 2025 bei rund 250 Millionen Pfund.

Kostensenkungen und Hoffnung auf 2026

Angesichts des schwierigen Umfelds, insbesondere durch die zehnprozentigen Importzölle auf dem wichtigen US-Markt, hat Aston Martin ein strenges Sparprogramm eingeleitet. Die bereinigten Betriebskosten konnten so um 16 Prozent auf 262 Millionen Pfund gesenkt werden. Auch die Investitionsausgaben wurden um 15 Prozent zurückgefahren.

Am Freitag beendete die Aktie den Handel bei 0,68 Euro und notiert damit nur noch hauchdünn über ihrem 52-Wochen-Tief von 0,67 Euro. Trotz des aktuellen Drucks setzt das Management auf eine Trendwende im kommenden Jahr. Diese soll durch einen verbesserten Produktmix und den geplanten Rollout von rund 500 Einheiten des Hypercars Valhalla realisiert werden. Zudem sollen weitere Modelle der nächsten Generation die Ertragskraft im Jahr 2026 wieder deutlich steigern.

Aston Martin-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aston Martin-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Aston Martin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aston Martin-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Aston Martin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...