Rund 200 Milliarden Dollar will Amazon im laufenden Jahr in KI-Infrastruktur und Rechenzentren investieren — eine Summe, die Anleger zunehmend beunruhigt. Am Freitag verlor die Aktie knapp vier Prozent und liegt damit seit Jahresbeginn rund zehn Prozent im Minus.

Der Kern des Problems: Der freie Cashflow brach 2025 von 38,2 Milliarden auf nur noch 11,2 Milliarden Dollar ein. Zwar wuchs der operative Cashflow um 20 Prozent auf 139,5 Milliarden Dollar, doch die massiven Ausgaben für Hardware und Datenzentren fressen die Liquidität auf. Investoren reagieren sensibel auf diese Schere zwischen operativer Stärke und schwindenden freien Mitteln.

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AWS wächst, Robotik expandiert

Das Cloud-Geschäft liefert weiterhin starke Zahlen. AWS erzielte im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von 35,58 Milliarden Dollar — ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr und das stärkste Wachstum seit 13 Quartalen. Auf Jahresbasis entspricht das einem Umsatzvolumen von 142 Milliarden Dollar.

Parallel dazu baut Amazon sein Robotik-Portfolio zügig aus. Nach der Übernahme des Schweizer Lieferroboter-Spezialisten Rivr am 19. März folgte nur wenige Tage später die Akquisition von Fauna Robotics. Das New Yorker Startup entwickelt mit „Sprout" einen 1,07 Meter großen Humanoiden für Haushalte und Bildungseinrichtungen — zum Preis von 50.000 Dollar. Rund 50 Mitarbeiter, darunter ehemalige Meta- und Google-Ingenieure, wechseln in Amazons Personal Robotics Group. Die Stoßrichtung ist klar: Amazon positioniert sich im Markt für Allzweck-Roboter direkt neben Tesla.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz des Gegenwinds halten Analysten mehrheitlich an ihrer Kaufempfehlung fest. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 279,52 Dollar — deutlich über dem aktuellen Niveau. Die zentrale Frage, die Investoren beschäftigt: Wann liefern die Milliarden-Investitionen in eigene Chip-Architekturen wie Trainium und Graviton messbare Renditen?

Hinzu kommt eine Strafzahlung von rund 800.000 Dollar, die das Washingtoner Umweltministerium am 19. März wegen des Verkaufs verbotener Kältemittel verhängte — ein Compliance-Problem, das zwar finanziell kaum ins Gewicht fällt, aber das Bild eines Konzerns unter Druck auf mehreren Ebenen abrundet.

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