In der aktuellen Ausgabe des Zertifikate-Podcasts auf Audio-CD gibt Christian Drastil den Startschuss für ein besonderes Jubiläum: Die Zertifikate Awards Austria gehen in ihre 20. Runde, und die Publikumsabstimmung ist ab sofort geöffnet.

Ein Jubiläum für den österreichischen Zertifikatemarkt

Am 11. Juni 2026 werden zum 20. Mal die begehrten Zertifikate Awards Austria verliehen. Die Auszeichnungen gelten als zentrale Gradmesser für die Qualität der Emittenten und ihrer Produkte auf dem österreichischen Zertifikatemarkt. Neben den von einer Fachjury vergebenen Preisen in zahlreichen Kategorien steht einmal mehr der Publikumspreis im Zentrum der Aufmerksamkeit – denn hier entscheiden die Anlegerinnen und Anleger selbst, welcher Emittent sich im vergangenen Jahr im Bereich „Info und Service" besonders hervorgetan hat.

Dieser Artikel ist eine Added Value Version zu den Key-Insights einer Podcastfolge von audio-cd.at, aufgewertet durch Archivbausteine. Die hier veröffentlichten Gedanken/Schlüsse sind weder als Empfehlung noch als ein Angebot oder eine Aufforderung zum An- oder Verkauf von Finanzinstrumenten zu verstehen und sollen auch nicht so verstanden werden. Der Handel mit Finanzprodukten unterliegt einem Risiko. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren.

Die Abstimmung ist bereits live auf der Plattform Zertifikateaward.at und läuft bis Sonntag, den 24. Mai 2026. Der Vorgang ist bewusst niederschwellig gehalten: E-Mail-Adresse eingeben, das Logo des bevorzugten Emittenten anklicken und die Abstimmung per E-Mail bestätigen. Als zusätzlichen Anreiz werden unter allen Teilnehmenden Jahresabos des Börsendienstes Trading Journal Premium verlost.

14 Emittenten stehen zur Wahl

Insgesamt können Anlegerinnen und Anleger für 14 Emittenten ihre Stimme abgeben. In alphabetischer Reihenfolge sind das: Barclays, BNP Paribas, Citibank, DZ Bank, Erste Group, Goldman Sachs, HSBC, Leonteq, Morgan Stanley, Raiffeisen Zertifikate, Societe Generale, UBS, Unicredit und Vontobel. Die Bandbreite reicht damit von großen internationalen Investmentbanken bis zu regional stark verankerten Häusern – ein Spiegelbild der Vielfalt, die den österreichischen Zertifikatemarkt prägt.

Darüber hinaus empfiehlt Drastil auf der Award-Homepage die Bestellung des ZFA-Newsletters .

Die Jury-Kategorien im Detail

Neben dem Publikumspreis vergibt eine 21-köpfige Fachjury Auszeichnungen in insgesamt neun Kategorien. Das Gremium setzt sich aus Asset Managern, Retailbankern, Onlinebrokern und Finanzjournalisten zusammen – auch Podcast-Host Christian Drastil gehört dazu. Die Kategorien sind unterschiedlich gewichtet und decken das gesamte Spektrum des Zertifikatemarkts ab:

Die beiden am stärksten gewichteten Kategorien sind Anlageprodukte mit Kapitalschutz und Innovation des Jahres mit jeweils 15 Prozent. Dahinter folgen sieben weitere Kategorien mit je 10 Prozent Gewichtung: Bonus-Zertifikate, Express-Zertifikate, Aktienanleihen, Index- und Partizipationszertifikate, Hebelprodukte, Primärmarkt und Sekundärmarkt. Diese Aufteilung sorgt dafür, dass sowohl konservativere Anlageprodukte als auch innovative und spekulative Instrumente angemessen berücksichtigt werden.

Rückblick: Die Sieger des Jahrgangs 2025

Ein Blick auf die Vorjahresergebnisse zeigt, welche Emittenten die Maßstäbe gesetzt haben – und verdeutlicht, wie hart umkämpft die einzelnen Kategorien sind.

Raiffeisen Zertifikate dominierte den Wettbewerb 2025 eindrucksvoll. Das Haus gewann die Kategorien Kapitalschutzzertifikate (vor Erste Group und Leonteq), Bonuszertifikate (vor BNP Paribas und Unicredit), Primärmarkt (vor Unicredit und Erste Group) sowie Innovation des Jahres (vor Leonteq und Erste Group). Besonders bemerkenswert: Raiffeisen Zertifikate sicherte sich den Gesamtsieg der Jury – und das zum 19. Mal in 19 Jahren. „Raiffeisen Zertifikate zum 19. Mal in 19 Jahren", fasste Drastil diese beispiellose Serie zusammen. Auch den Publikumspreis für Info und Service holte sich Raiffeisen Zertifikate, vor Erste Group und Unicredit.

Unicredit bewies ebenfalls breite Stärke und gewann bei Aktienanleihen (vor Vontobel und Raiffeisen Zertifikate) sowie bei Index- und Partizipationszertifikaten (vor Vontobel und Raiffeisen Zertifikate). Im Gesamtklassement der Jury landete Unicredit auf Platz drei.

Vontobel setzte sich bei den Expresszertifikaten durch (vor Unicredit und Raiffeisen Zertifikate), während BNP Paribas sowohl bei den Hebelprodukten als auch im Sekundärmarkt den ersten Platz belegte. Bei den Hebelprodukten folgten Morgan Stanley und Societe Generale, im Sekundärmarkt Raiffeisen Zertifikate und HSBC. BNP Paribas erreichte im Jury-Gesamtranking den zweiten Platz.

Was das Jubiläumsjahr verspricht

Zum 20-jährigen Bestehen der Zertifikate Awards Austria hat man sich offenbar etwas Besonderes einfallen lassen. Wie Drastil andeutete, wird es vor Ort bei der Preisverleihung eine Sonderpublikation geben, die erstmals bereits am Abend der Verleihung vorliegen soll – nicht erst nachträglich. „Es ist ja immerhin auch schon das 20. Jahr und da gibt es sehr, sehr viel Vintage-Content", erklärte der Podcast-Host. Details zum Inhalt blieben bewusst offen, doch Drastil sprach von einem „relativ innovativen" Konzept.

Fazit: Jede Stimme zählt

Die 20. Zertifikate Awards Austria verbinden Tradition mit Partizipation. Während die Fachjury in neun gewichteten Kategorien über die besten Emittenten und Produkte entscheidet, haben Privatanleger beim Publikumspreis die Möglichkeit, direkt mitzubestimmen. Die Abstimmung läuft noch bis zum 24. Mai 2026, zur Wahl stehen 14 Emittenten. Angesichts der dominanten Vorjahresergebnisse von Raiffeisen Zertifikate dürfte es spannend werden, ob die Konkurrenz im Jubiläumsjahr aufholen kann – oder ob sich die beeindruckende Siegesserie fortsetzt. Am 11. Juni wird sich zeigen, wer die begehrten Trophäen mit nach Hause nimmt.