Amazon begnügt sich längst nicht mehr mit rollenden Helfern in seinen riesigen Logistikzentren. Mit der Übernahme des Start-ups Fauna Robotics wagt der Konzern nun den Schritt in den Markt für humanoide Roboter. Das Ziel ist klar: Die Maschinen sollen künftig nicht nur Pakete sortieren, sondern direkt in die Haushalte und Büros der Kunden einziehen.

Ein Roboter für das Wohnzimmer

Das am Dienstag bestätigte Ziel der Übernahme ist ein rund ein Meter großer, zweibeiniger Roboter namens Sprout. Für 50.000 US-Dollar soll die Maschine alltägliche Aufgaben wie das Aufräumen von Spielzeug oder das Holen von Snacks aus der Speisekammer übernehmen. Bemerkenswert ist das Tempo des Konzerns: Erst vergangene Woche kaufte Amazon mit Rivr einen Entwickler von vierbeinigen Lieferrobotern. Fauna wird nun in die Abteilung für persönliche Robotik eingegliedert, auch wenn eine genaue Vermarktungsstrategie für Endkunden noch aussteht.

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Der Einstieg in dieses Segment positioniert Amazon in direkter Konkurrenz zu Tesla und anderen Entwicklern wie Figure AI. Das finanzielle Potenzial ist gewaltig. Laut Schätzungen von Morgan Stanley könnte der Markt für humanoide Robotik bis 2050 ein Volumen von über fünf Billionen US-Dollar erreichen. Ein Selbstläufer wird dieses Vorhaben allerdings nicht. Der 2021 vorgestellte Heimroboter Astro fand für 1.600 US-Dollar kaum Abnehmer und blieb ein Nischenprodukt.

Umbau der Lieferketten

Parallel zu den Hardware-Ambitionen baut der Konzern seine Logistik im Hintergrund massiv um. Seit Mittwoch kooperiert Amazon mit FedEx und erweitert sein Netzwerk für kostenlose Rücksendungen auf über 10.000 Annahmestellen in den USA. Gleichzeitig plant das Unternehmen, die Auslieferungen über die staatliche Post USPS um bis zu zwei Drittel zu kürzen. Diese Verlagerung auf eigene Netzwerke und private Partner zielt darauf ab, die Kosten auf der teuren letzten Meile strikter zu kontrollieren.

Blick auf die Zahlen

An der Börse notierte das Papier am Mittwoch bei 182,90 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein leichtes Minus von 5,39 Prozent. Analysten blicken dennoch äußerst optimistisch auf die anstehenden Quartalszahlen. Neben dem Kerngeschäft stützen konkrete Prognosen die positive Stimmung:

  • Durchschnittliches Kursziel der Analysten: 280,47 US-Dollar (Höchstwert: 360 US-Dollar)
  • Erwarteter KI-Anteil am AWS-Umsatzwachstum 2026: 58 Prozent (Schätzung: Citi)
  • Geplanter Ausbau der AWS-Rechenleistung bis 2027: Verdopplung auf 24 Gigawatt

Mit den zwei Roboter-Zukäufen im März und der Neuausrichtung der Logistik treibt Amazon seine Expansion abseits des reinen Online-Handels konsequent voran. Die genauen finanziellen Auswirkungen dieser strategischen Investitionen auf die operative Marge wird das Management bei der Vorlage der Quartalszahlen am 29. April detailliert aufschlüsseln.

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