Amazon hat diese Woche seinen Big Spring Sale gestartet — und gleichzeitig verdichten sich Berichte, dass das Unternehmen seinen jährlichen Prime Day von Juli auf Juni vorverlegt. Eine Terminverschiebung mit handfesten Konsequenzen für Quartalsergebnisse und Wettbewerber.

Der Frühlings-Sale als Auftakt

Der Big Spring Sale läuft vom 25. bis 31. März 2026 und findet damit zum dritten Mal in Folge statt. Über 35 Produktkategorien sind vertreten, ergänzt durch drei neu eingeführte Kuratierungslisten — darunter „Top 100+ Deals" und „Top 100+ Health & Wellness". Täglich kommen neue Angebote hinzu, von Oster-Artikeln bis hin zu Gartengeräten.

Einen Prime-Account braucht man für die Teilnahme nicht. Mitglieder profitieren jedoch von exklusiven Rabatten unter dem „Prime Spring Deal"-Badge — ein bewährtes Mittel, um die Attraktivität der Mitgliedschaft zu unterstreichen.

Prime Day wandert in den Juni

Gewichtiger als der Frühlings-Sale ist die mögliche Verlegung des Prime Day. Laut Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind, plant Amazon, das Event erstmals seit seiner Einführung 2015 dauerhaft in den Juni zu verschieben. Amazon selbst wollte sich gegenüber Reuters nicht dazu äußern.

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Die Folgen wären erheblich. Bisher floss der durch Prime Day generierte Umsatz ins dritte Quartal — künftig würde er im zweiten Quartal verbucht. Das verschiebt nicht nur Amazons eigene Berichtssaison, sondern zwingt auch Wettbewerber wie Walmart und Target früher zu Gegenprogrammen. Im vergangenen Jahr trieb Prime Day 24,1 Milliarden Dollar Online-Umsatz quer durch den US-Handel — ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gemäß Adobe Analytics.

Starke Basis, günstige Bewertung

Das operative Fundament ist solide. Amazon erzielte 2025 konzernweit ein EBIT von 85 Milliarden Dollar, das Retail-Segment überschritt erstmals die 500-Milliarden-Dollar-Marke beim Umsatz und wächst weiterhin zweistellig. Trotzdem handelt die Aktie derzeit auf einem der niedrigsten Kurs-Gewinn-Verhältnisse der Unternehmensgeschichte — und notiert rund sieben Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts.

63 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, kein einziger rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 280,47 Dollar.

Quartalszahlen am 29. April

Wie stark sich der Big Spring Sale auf das erste Quartal auswirkt, zeigt sich am 29. April 2026, wenn Amazon seine Q1-Ergebnisse vorlegt. Das Unternehmen hatte für das Quartal einen Nettoumsatz zwischen 173,5 und 178,5 Milliarden Dollar sowie ein operatives Ergebnis von 16,5 bis 21,5 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Eine frühere Prime-Day-Terminierung würde dann ab dem zweiten Quartal die Zahlen neu formen — und die Vergleichbarkeit mit Vorjahresperioden deutlich erschweren.

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