Amazon Aktie: Zwei Fronten, ein Ziel
Amazon verfolgt gleichzeitig zwei kapitalintensive Wachstumsstrategien — und beide machen diese Woche Schlagzeilen. Die Robotaxi-Tochter Zoox weitet ihr Netz auf Austin und Miami aus, während Analysten von Citi und JPMorgan ihre Kursziele für die Aktie nach oben korrigieren. Das Bild, das sich daraus ergibt, ist ambitioniert — aber nicht ohne Risiken.
Zoox auf Expansionskurs
Amazons autonome Fahrzeugsparte Zoox plant, noch im laufenden Jahr erste öffentliche Testfahrten in Austin und Miami anzubieten. Die zweiräderlosen, speziell entwickelten Robotaxis sollen zunächst für Mitarbeiter und deren Angehörige verfügbar sein, bevor ein öffentliches Wartelistenprogramm folgt. Die Ausrollung in Austin ist bereits für Ende März vorgesehen.
Zoox hat nach eigenen Angaben inzwischen knapp zwei Millionen autonome Meilen zurückgelegt und über 350.000 Fahrgäste befördert. Anfang des Monats kam eine Partnerschaft mit Uber hinzu: Ab diesem Sommer sollen Zoox-Fahrzeuge über die Uber-App in Las Vegas buchbar sein. Sobald der Betrieb in Las Vegas und San Francisco skaliert und die Tests in den neuen Städten anlaufen, wird Zoox 100 Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen haben. Die Fabrik in Fremont ist auf eine Jahreskapazität von 10.000 Einheiten ausgelegt.
Der Weg zu kommerziellen Einnahmen bleibt allerdings steinig. Zoox wartet noch auf die Genehmigung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, bis zu 2.500 Fahrzeuge kommerziell einsetzen zu dürfen. Zum Vergleich: Marktführer Waymo von Alphabet bietet bereits 400.000 bezahlte Fahrten pro Woche in sechs US-Metropolen an.
AWS: KI als Wachstumsmotor
Parallel dazu erhöhten sowohl Citi als auch JPMorgan ihre Kursziele für Amazon — von jeweils 265 auf 285 beziehungsweise 280 US-Dollar. JPMorgan bezeichnete Amazon dabei als seine beste Idee im Coverage-Universum.
Citi-Analyst Ronald Josey begründet den optimistischeren Ausblick mit anhaltend starker KI-Nachfrage sowie wachsenden Umsatzbeiträgen von Anthropic und OpenAI. Seit der strategischen Partnerschaft mit OpenAI, die Amazon Ende Februar bekannt gab, ist AWS der exklusive externe Cloud-Anbieter für OpenAI Frontier — eine Unternehmensplattform für KI-Agenten. Citi erwartet für AWS ein Umsatzwachstum von 28 Prozent im ersten Quartal und 29 Prozent für das Gesamtjahr 2026.
Die Zahlen hinter diesen Prognosen sind beachtlich: Anthropic soll AWS in den Jahren 2026 und 2027 rund 18 beziehungsweise 31 Milliarden Dollar einbringen, OpenAI weitere 6 beziehungsweise 18 Milliarden Dollar — basierend auf einem achtjährigen Trainium-Abkommen im Wert von 100 Milliarden Dollar.
Kapitalkosten als Gegengewicht
Das Wachstumsbild hat einen Preis. Amazon plant für dieses Jahr Investitionsausgaben von rund 200 Milliarden Dollar — deutlich mehr als die von Analysten erwarteten 147 Milliarden. Diese Ankündigung hatte die Aktie im Januar unter Druck gesetzt. Aktuell notiert das Papier rund 6,5 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Das Kerngeschäft liefert dabei eine solide Basis: Amazon erzielte 2025 ein EBIT von rund 80 Milliarden Dollar, ein Plus von knapp 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die eigentliche Frage für Investoren ist, ob die laufenden Milliarden-Investitionen in KI-Infrastruktur und autonomes Fahren schnell genug in Erträge münden — oder ob der Cashflow-Druck kurzfristig weiter lastet. Citis Prognose, wonach KI-bezogene Erlöse bis 2027 rund 72 Prozent des inkrementellen AWS-Umsatzes ausmachen sollen, gibt zumindest eine Richtung vor.
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