Das Technologieunternehmen legt Zahlen vor, die auf den ersten Blick enttäuschen: Umsatz und Gewinn sanken im Geschäftsjahr 2025 spürbar, und auch der Ausblick verspricht keine schnelle Besserung. Dennoch herrscht an der Börse Feierlaune. Anleger ignorieren die operative Delle und fokussieren sich auf eine massive Verbesserung der Liquidität, die den Konzern widerstandsfähiger macht.

Lichtblick in der Bilanz

Während das reine Geschäftsergebnis unter Druck geriet, gelang Aixtron eine bemerkenswerte Wende beim Geldfluss. Nach einer investitionsreichen Phase in den Vorjahren stieg der operative Cashflow auf 208,4 Millionen Euro. Noch deutlicher fiel die Verbesserung beim Free Cashflow aus, der um über 250 Millionen Euro zulegte. Zum Jahresende 2025 verfügte der Anlagenbauer über liquide Mittel von 224,6 Millionen Euro.

Diese finanzielle Polsterung honorierten die Investoren umgehend. Die Aktie kletterte am Freitag um 6,02 Prozent und markierte bei 26,77 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen Zuwachs von fast 37 Prozent. Die solide Kassenlage ermöglicht es dem Management zudem, der Hauptversammlung eine stabile Dividende von 0,15 Euro je Anteilsschein vorzuschlagen, trotz des Gewinnrückgangs.

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Operative Bremsspuren und Sparmaßnahmen

Die nackten Zahlen zum operativen Geschäft zeichnen ein schwierigeres Bild. Der Umsatz fiel 2025 um 12 Prozent auf 556,6 Millionen Euro, während das Betriebsergebnis (EBIT) um 24 Prozent auf 100,3 Millionen Euro nachgab. Verantwortlich hierfür waren geringere Verkaufsvolumina und ungünstige Währungseffekte.

Auch der Ausblick auf 2026 bleibt verhalten. Das Management erwartet ein weiteres Übergangsjahr mit einem Umsatz von rund 520 Millionen Euro. Insbesondere im Bereich der Siliziumkarbid-Leistungselektronik (SiC) belasten weiterhin bestehende Überkapazitäten am Markt die Nachfrage. Um die Profitabilität zu sichern, kündigte der Konzern Kostensenkungen an, die auch einen Personalabbau am Hauptsitz in Herzogenrath zu Beginn des Jahres 2026 beinhalten.

Hoffnungsträger KI und Optoelektronik

Während das SiC-Geschäft schwächelt, kristallisiert sich ein neuer Wachstumstreiber heraus. Die Sparte Optoelektronik verzeichnet eine deutliche Erholung. Hier profitiert Aixtron von der hohen Nachfrage nach Laser- und Photoniklösungen, die für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und der schnellen Datenübertragung essenziell sind. Diese Dynamik sowie stabile Aufträge aus Asien sollen die Schwäche in anderen Segmenten teilweise kompensieren.

Mit der Hauptversammlung am 13. Mai 2026 und der Umsetzung der Sparmaßnahmen steht nun die Exekution der Strategie im Vordergrund. Gelingt es Aixtron, die Kostenstruktur im laufenden Übergangsjahr wie geplant anzupassen und gleichzeitig die Chancen im KI-Sektor zu nutzen, könnte die aktuelle Bewertung fundamental untermauert werden.

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