ServiceNow Aktie: CEO kauft persönlich
ServiceNow legte am 26. Februar eine bemerkenswerte Rallye hin – ausgelöst durch öffentliche Äußerungen von Nvidia-Chef Jensen Huang. Der verteidigte Enterprise-Software-Plattformen vehement gegen Disruptions-Ängste durch KI. Die Erholung fällt zeitlich mit einem persönlichen Aktienkauf von ServiceNow-CEO Bill McDermott zusammen: Heute, am 27. Februar, kauft er für 3 Millionen Dollar eigene Aktien.
Nvidia-Chef schlägt Alarm – in die andere Richtung
Die Aktie sprang im Tagesverlauf um 4,3 Prozent nach oben, nachdem Huang in einem CNBC-Interview klarstellte: Der Markt habe es "falsch verstanden". Künstliche Intelligenz werde etablierte Software-Plattformen nicht kannibalisieren, sondern ergänzen. Huang betonte die Rolle von Unternehmen wie ServiceNow bei der Bereitstellung spezialisierter KI-Agenten, die auf bestehenden Tools aufbauen.
Der Software-Sektor war Anfang 2026 unter Druck geraten. Investoren fürchteten, dass autonome KI-Agenten traditionelle Lizenzmodelle überflüssig machen könnten. Eine Barclays-Analyse konterte jedoch: Der Wechsel von Legacy-Systemen dauere Jahre, nicht Wochen. Compliance und Governance schützten etablierte Anbieter.
McDermott setzt 3 Millionen Dollar ein
Der CEO handelt heute. Laut SEC-Unterlagen kauft McDermott am 27. Februar ServiceNow-Aktien im Wert von 3 Millionen Dollar. Es ist der frühestmögliche Termin, an dem er neue Aktien erwerben kann, ohne Gewinne aus früheren Verkäufen an Aktionäre zurückführen zu müssen.
Zusätzlich haben mehrere Führungskräfte geplante automatische Aktienverkäufe komplett abgesagt. McDermott bezeichnete die aktuelle Phase öffentlich als "einmalige Chance einer Generation für ServiceNow".
Die Aktie hat 2026 massiv verloren
Der Insiderkauf erfolgt nach einem heftigen Kursrutsch. ServiceNow verlor seit Jahresbeginn 26,8 Prozent. Bei 108,01 Dollar notiert die Aktie 48,3 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 208,94 Dollar vom Juli 2025.
Die Schwäche spiegelt Sorgen um das Wachstum im Abo-Geschäft und allgemeine KI-Disruptionsängste im SaaS-Bereich wider. Die Frage: Ist die Delle temporär oder zeigen sich strukturelle Risse?
Fundamentaldaten bleiben stark
Das operative Geschäft läuft besser als der Aktienkurs vermuten lässt. Im vierten Quartal 2025 stieg der Abo-Umsatz um 21 Prozent auf 3.466 Millionen Dollar, der Gesamtumsatz um 20,5 Prozent auf 3.568 Millionen Dollar.
Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen wuchsen noch schneller – um 22,5 Prozent. Das deutet auf eine gefüllte Pipeline hin.
Für 2026 rechnet ServiceNow mit einem Abo-Umsatz von rund 15,5 Milliarden Dollar, was etwa 20 Prozent Wachstum auf währungsbereinigter Basis entspricht.
KI-Suite nimmt Fahrt auf
Die Now Assist AI-Suite erreichte Ende 2025 einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen Dollar. ServiceNow erwartet, die Marke von 1 Milliarde Dollar noch vor Ende 2026 zu überschreiten.
Die AI Control Tower-Plattform soll zur zentralen Entwicklungs- und Deployment-Umgebung für KI-Agenten werden – sowohl eigene als auch von Drittanbietern. Das Dealvolumen verdreifachte sich im letzten Quartal sequenziell.
Am Donnerstag kündigte ServiceNow ein neues Framework namens Autonomous Workforce an. Das Unternehmen bearbeitet bereits 90 Prozent seiner internen IT-Anfragen autonom – 99 Prozent schneller als menschliche Agenten. Die neue Mitarbeiter-Plattform EmployeeWorks basiert auf der Moveworks-Übernahme vom Dezember.
Aktienrückkäufe als Vertrauenssignal
ServiceNow kaufte im vierten Quartal Aktien für rund 597 Millionen Dollar zurück. Der Vorstand genehmigte ein zusätzliches Volumen von 5 Milliarden Dollar. Ein beschleunigtes Rückkaufprogramm über 2 Milliarden Dollar steht unmittelbar bevor.
Das Umsatzwachstum der letzten zwölf Monate liegt bei 20,9 Prozent, die operative Marge bei 13,7 Prozent. Die Bilanz ist solide: Schulden-zu-Eigenkapital-Verhältnis von 0,02, Cash-to-Assets-Ratio von 0,24.
SaaS-Sektor unter Druck
ServiceNow steht nicht allein. Die Aktie verlor über ein Jahr hinweg 50 Prozent – trotz starker Q4- und Gesamtjahreszahlen. Salesforce gab im selben Zeitraum 40 Prozent ab, Adobe 35 Prozent.
Goldman Sachs schätzt, dass KI-Agenten bis Ende des Jahrzehnts den Großteil des SaaS-Markts ausmachen werden. Software-Firmen, die sich nicht anpassen, könnten abgehängt werden.
Zusammenspiel mehrerer Faktoren
Am 27. Februar 2026 treffen mehrere Entwicklungen aufeinander: Nvidias öffentliche Verteidigung von Enterprise-Software im KI-Zeitalter, McDermotts persönlicher 3-Millionen-Kauf und die frisch präsentierte Autonomous-Workforce-Strategie. Die Aktie notiert nahe Mehrjahrestiefs. Historisch erholte sich ServiceNow nach solchen Einbrüchen im Median um 28,3 Prozent innerhalb eines Jahres. Bei einem Umsatzwachstum von über 20 Prozent wird der Markt beobachten, ob der Ausverkauf übertrieben war.
ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:
Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








