Valneva Aktie: Rally vor Entscheidung
Valneva steht vor der wohl wichtigsten Bewährungsprobe der jüngeren Unternehmensgeschichte. Während die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr ein gemischtes Bild zeichnen, ignorieren Anleger die geschrumpfte Liquidität weitgehend und treiben den Kurs nach oben. Der Fokus des Marktes liegt fast ausschließlich auf einem Ereignis im ersten Halbjahr, das über die langfristige Zukunft der Franzosen entscheiden dürfte.
Alles hängt an Pfizer
Das dominante Thema für Investoren ist der Borreliose-Impfstoffkandidat VLA15, der gemeinsam mit dem US-Pharmaiesen Pfizer entwickelt wird. Da es weltweit keinen zugelassenen Impfstoff gegen diese Krankheit gibt, wäre eine erfolgreiche Markteinführung ein massiver wirtschaftlicher Treiber.
Die entscheidenden Daten der Phase-3-Studie "VALOR" werden noch im ersten Halbjahr 2026 erwartet. Fallen diese positiv aus, plant Pfizer noch in diesem Jahr die Zulassungsanträge in den USA und Europa. Die Börse spielt dieses Szenario bereits durch: Seit Jahresanfang legte der Kurs um 26,32 Prozent zu und notiert heute bei 4,85 Euro.
Bilanz zeigt Licht und Schatten
Der Blick auf die nackten Zahlen mahnt jedoch zur Vorsicht. Zwar stiegen die Produktumsätze 2025 währungsbereinigt um 9 Prozent, doch die finanzielle Decke wird dünner. Die liquiden Mittel sanken zum Jahresende auf 109,7 Millionen Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber den gut 168 Millionen Euro des Vorjahres.
Auch der Ausblick auf das laufende Übergangsjahr fällt verhalten aus. Das Management kalkuliert für 2026 mit einem Umsatz zwischen 155 und 170 Millionen Euro. Dieser Rückgang gegenüber 2025 resultiert primär aus dem geplanten Wegfall von Drittanbietergeschäften. Valneva muss sich also mehr denn je auf den Erfolg der eigenen Pipeline verlassen.
Der Schatten von IXCHIQ
Wie risikoreich das Geschäft mit Impfstoffen ist, mussten Anleger erst kürzlich erfahren. Der Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ, einst als Hoffnungsträger gehandelt, entwickelte sich zum Rückschlag. Nach dem Entzug der US-Lizenz durch die FDA im letzten Jahr zog Valneva im Januar 2026 die entsprechenden Anträge in den USA endgültig zurück. Hintergrund waren Bedenken bezüglich schwerwiegender Nebenwirkungen.
Dieser Misserfolg erhöht den Druck auf das verbliebene Borreliose-Programm massiv. Das Unternehmen hat praktisch keinen Spielraum für weitere Enttäuschungen in der späten klinischen Entwicklung.
Fazit: Warten auf die Daten
Die charttechnische Erholung der letzten Wochen ist ein Vertrauensvorschuss der Anleger. Ob dieser gerechtfertigt ist, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Zunächst stehen am 16. März die geprüften Jahreszahlen an, doch der eigentliche Impulsgeber bleiben die klinischen Daten der VALOR-Studie. Bestätigt sich die Wirksamkeit von VLA15, stünde einer Markteinführung durch Pfizer in der zweiten Jahreshälfte 2027 kaum noch etwas im Wege.
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