Siemens Aktie: Erheblicher Marktfokus
Der Industrieriese liefert ab: Ein Rekordauftragsbestand und überraschend starke Quartalszahlen sorgen für Optimismus. Doch während das Geschäft mit Rechenzentren boomt, bereitet der Konzern im Hintergrund eine massive Strukturänderung vor. Wie passt die geplante Healthineers-Abspaltung in das Bild der neuen Siemens?
Operative Stärke überzeugt
Das erste Quartal 2026 unterstreicht die robuste Verfassung des Münchener Konzerns. Während viele Industriezweige kämpfen, steigerte Siemens den Gewinn im industriellen Geschäft um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür sind nicht nur Sparmaßnahmen, sondern echtes Wachstum: Der Auftragseingang kletterte auf vergleichbarer Basis um 10 Prozent.
Besonders der Blick in die Auftragsbücher dürfte Anleger beruhigen. Mit 120 Milliarden Euro markiert der Bestand einen neuen Rekordwert. Als logische Konsequenz aus dem starken Jahresauftakt hob das Management die Prognose für den Gewinn je Aktie auf eine Spanne von 10,70 bis 11,10 Euro an.
KI: Wachstumstreiber mit Fragezeichen
Ein wesentlicher Motor dieser Entwicklung ist der globale Hunger nach Rechenleistung. Der Umsatz im Bereich der Rechenzentrumsinfrastruktur sprang zuletzt um 35 Prozent nach oben, getrieben durch Großaufträge aus den USA. Die Partnerschaft mit NVIDIA zur Entwicklung KI-gesteuerter Fabriken, beginnend im Werk Erlangen, zeigt die technologische Ambition.
Doch der KI-Boom bringt auch strategische Fragen mit sich. Eine Analyse von Bloomberg deutet auf eine langfristige Herausforderung hin: Kann Siemens die KI-Welle reiten, ohne dass generative Modelle das eigene, hochmargige Softwaregeschäft aushöhlen? Diese Ambivalenz zwischen Hardware-Profiteur und Software-Risiko wird die langfristige Bewertung der Aktie maßgeblich beeinflussen.
Konzernumbau und Charttechnik
Parallel zum operativen Tagesgeschäft treibt Siemens die Verschlankung voran. Die geplante Abspaltung von Siemens Healthineers konkretisiert sich: 30 Prozent der Anteile sollen direkt an die Aktionäre gehen. Gleichzeitig fließt Kapital an die Anteilseigner zurück. Neben einer geplanten Dividendenerhöhung auf 5,35 Euro setzt das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm diszipliniert fort.
Der Markt honoriert diesen Kurs bisher. Aktuell notiert das Papier bei rund 248,40 Euro und hält sich damit stabil in der Nähe der 50-Tage-Linie. Mit einem Abstand von über 5 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt (235,12 Euro) bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt, auch wenn der heutige Handelstag mit einem leichten Minus von 0,30 Prozent startet.
Am 13. Mai stehen die nächsten Quartalszahlen an. Bis dahin liegt der Fokus der Anleger auf den Details zur Healthineers-Entkonsolidierung und der Frage, ob das rasante Wachstum im Rechenzentrums-Sektor das Tempo halten kann.
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