Aixtron Aktie: Partycrasher oder bloße Vorsicht? – Während der Kurs zuletzt auf ein neues 52-Wochen-Hoch kletterte, tritt das Management kräftig auf die Bremse. Der Spezialanlagenbauer rechnet für das laufende Jahr mit sinkenden Erlösen, setzt aber voll auf die Karte Künstliche Intelligenz. Passt die aktuelle Euphorie noch zur fundamentalen Lage?

Vorsichtiger Ausblick trotz Kursrally

Die Diskrepanz zwischen Börsenkurs und operativer Prognose könnte kaum größer sein. Während die Aktie am Donnerstag bei 25,25 Euro ein neues Jahreshoch markierte, bereitet der Vorstand die Anleger auf eine Durststrecke vor. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Chipindustrie-Ausrüster lediglich einen Umsatz von rund 520 Millionen Euro (plus/minus 30 Millionen Euro).

Damit würde das Unternehmen unter dem Niveau des abgelaufenen Jahres 2025 bleiben, in dem der Umsatz bereits um zwölf Prozent auf 556,6 Millionen Euro gesunken war. Auch die Profitabilität steht unter Druck: Die prognostizierte EBIT-Marge von 16 bis 19 Prozent deutet im Vergleich zu den 18 Prozent aus dem Vorjahr auf Stagnation oder einen leichten Rückgang hin.

KI und Optoelektronik als Hoffnungsträger

Der Grund für die Zurückhaltung liegt in einer gespaltenen Marktentwicklung. Sorgenkind bleibt die Leistungselektronik auf Basis von Siliziumkarbid (SiC). Hier belasten erhebliche Überkapazitäten im Markt die Nachfrage deutlich.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Aixtron?

Dem gegenüber steht jedoch ein starker Wachstumstreiber, der auch die jüngste Kursfantasie von fast 29 Prozent seit Jahresanfang erklären dürfte: Die Optoelektronik. Aixtron profitiert hier massiv vom Ausbau der KI-Infrastruktur. Insbesondere Laser für die optische Datenkommunikation werden stark nachgefragt. Vorstandschef Felix Grawert betonte zudem das Potenzial von Galliumnitrid (GaN)-Leistungshalbleitern für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren – ein Bereich, der zur größten Einzelanwendung aufsteigen könnte.

Sparen für die Zukunft

Um die Ertragskraft in diesem Übergangsjahr zu sichern, greift das Management auch auf der Kostenseite durch. Am Stammsitz in Herzogenrath ist ein Stellenabbau geplant, der Einsparungen im mittleren einstelligen Millionenbereich bringen soll.

Dennoch sollen die Aktionäre bei der Stange gehalten werden: Trotz des Gewinnrückgangs im Jahr 2025 – das operative Ergebnis (EBIT) fiel um 24 Prozent auf 100,3 Millionen Euro – plant das Unternehmen eine stabile Dividende von 0,15 Euro je Aktie. Aixtron hatte 2025 zwar Federn lassen müssen, erreichte mit den Zahlen aber das obere Ende der eigenen, bereits angepassten Prognose.

Das laufende Jahr 2026 gestaltet sich somit als Übergangsjahr, in dem die Schwäche im SiC-Geschäft durch das boomende KI-Umfeld kompensiert werden muss. Ob die langfristigen Wachstumstreiber ausreichen, um die hohe Bewertung am aktuellen Kursniveau zu rechtfertigen, wird von der tatsächlichen Auftragsentwicklung in den kommenden Quartalen abhängen.

Anzeige

Aixtron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aixtron-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Aixtron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aixtron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Aixtron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...