Aixtron Aktie: Jahresbilanz enttäuscht
Der Halbleiter-Ausrüster aus Herzogenrath legt heute seinen Geschäftsbericht für 2025 vor – ein Jahr, das von Nachfrageschwäche und Margendruck geprägt war. Nach der Prognosesenkung im Oktober richten sich alle Blicke nun auf den Ausblick für 2026. Kann Aixtron die Trendwende einleiten?
Schwaches Gesamtjahr bestätigt
Die bereits im Oktober angekündigte Prognosekorrektur ließ wenig Spielraum für positive Überraschungen. Das Management erwartete Umsatzerlöse zwischen 530 und 565 Millionen Euro – deutlich unter den ursprünglichen Planungen von bis zu 600 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 9 Prozent auf 369,5 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis sank im selben Zeitraum von 60,3 auf 42,3 Millionen Euro.
Verantwortlich für die Schwäche waren vor allem westliche Hersteller von Leistungselektronik, die Investitionen in SiC- und GaN-Technologie zurückstellten. Hinzu kamen Belastungen durch Währungseffekte und Einmalaufwendungen für Personalmaßnahmen im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich.
Lichtblick Optoelektronik
Während die Leistungselektronik schwächelte, entwickelte sich die Nachfrage nach Datenkommunikationslasern zum Hoffnungsträger. Der Ausbau von KI-Rechenzentren trieb ab dem zweiten Quartal die Nachfrage in diesem Segment deutlich an. Bemerkenswert: Trotz der operativen Schwäche generierte Aixtron einen freien Cashflow von 110,3 Millionen Euro in den ersten neun Monaten – nach minus 58 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalquote kletterte auf solide 85 Prozent, bei null Bankverbindlichkeiten.
Vorsichtige Töne für 2026
CEO Felix Grawert hatte bereits im Oktober eine erste Einschätzung für das laufende Jahr abgegeben: Die Umsatzerlöse dürften "leicht unter" oder "auf dem Niveau" von 2025 liegen. Die EBIT-Marge solle dabei nicht unter die Spanne von 17 bis 19 Prozent fallen, möglicherweise sogar darüber. JPMorgan warnte unlängst vor einem schwächeren Ausblick, hält aber an der "Overweight"-Einstufung fest.
Die mittelfristigen Wachstumstreiber sieht das Management weiterhin intakt. Besonders die GaN-Leistungselektronik für KI-Stromversorgung sowie die SiC-Technologie für 800-Volt-Batteriesysteme in Elektrofahrzeugen sollen bis 2029 erhebliches Potenzial entfalten. Die neue Hyperion-Plattform für 300mm-GaN befindet sich bei Kunden in der Qualifizierung.
Im Earnings Call um 15 Uhr dürfte das Management die konkreten Zahlen präsentieren und vor allem die Guidance für 2026 schärfen. Davon hängt ab, ob die Aktie ihre jüngste Erholung fortsetzen kann.
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