Nach der Vorlage vorläufiger Eckdaten richtet sich der Blick bei Adidas nun auf die Substanz der Erholung. Während sich der Aktienkurs kurzfristig stabilisieren konnte, bleibt die Skepsis am Markt bestehen: Investoren fordern Belege dafür, dass die operative Wende nachhaltig ist und nicht nur auf Einmaleffekten beruht. Der Fokus verschiebt sich damit weg vom reinen Umsatzwachstum hin zur Profitabilität und strategischen Exekution.

Die aktuelle Lage im Überblick:

  • Fokus auf Margen: Investoren warten auf Details zur Zusammensetzung der Gewinne.
  • Regionale Treiber: Die Entwicklung in Nordamerika und China steht unter besonderer Beobachtung.
  • Kursreaktion: Trotz jüngster Erholung liegt die Aktie auf Jahressicht noch deutlich im Minus.

Qualität der Erholung auf dem Prüfstand

Die Aktie notiert derzeit bei 151,75 Euro und konnte sich mit einem Plus von 5,75 % in den letzten sieben Tagen etwas vom kürzlich markierten 52-Wochen-Tief (143,50 Euro) lösen. Dennoch wiegt der langfristige Abwärtstrend schwer: Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von fast 40 % zu Buche. Um diesen Trend nachhaltig zu brechen, benötigen die Marktteilnehmer mehr als nur vorläufige Zahlen.

Im Zentrum der Analyse steht die Margenstruktur. Der am 4. März erwartete vollständige Geschäftsbericht muss aufzeigen, inwieweit der Rückgang von Rabattaktionen und ein verbesserter Produktmix die Profitabilität tatsächlich gestützt haben. Marktbeobachter achten genau darauf, ob diese Verbesserungen auch externen Belastungen wie Währungseffekten oder steigenden Logistikkosten standhalten können. Zudem rückt die Kapitalallokation in den Fokus: Geplante Aktienrückkäufe werden dahingehend geprüft, ob sie den Shareholder Value steigern, ohne die finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sehr einzuschränken.

Brand Heat und regionale Dynamik

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Neben den reinen Finanzkennzahlen ist die Wiederbelebung der Markenattraktivität („Brand Heat“) entscheidend. Analysten suchen nach Bestätigung, dass die Wachstumsraten in den Schlüsselmärkten Nordamerika und China struktureller Natur sind und nicht lediglich auf Basiseffekten beruhen. Die Resonanz auf neue Produktlaunches im Lifestyle- und Performance-Segment gilt hierbei als wichtiger Frühindikator für die künftige Umsatzentwicklung.

Gelingt es Adidas, durch direkte Vertriebskanäle (DTC) die Kundenbindung zu stärken und gleichzeitig die Lagerbestände weiter zu normalisieren, könnte dies das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen.

Der Fahrplan für die kommenden Wochen

Das aktuelle Marktumfeld für Sportartikelhersteller bleibt herausfordernd, bietet aber Chancen für jene Akteure, die ihre Lieferketten und Kosten im Griff haben. Für die Adidas-Aktie wird der 4. März 2026 zum entscheidenden Datum: Die Veröffentlichung des detaillierten Geschäftsberichts für 2025 wird zeigen, ob die fundamentalen Daten die jüngste Stabilisierung des Kurses rechtfertigen und eine Basis für eine nachhaltige Bodenbildung bieten können.

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