XRP: Erholungsweg blockiert?
Das XRP Ledger aktiviert eine wichtige Neuerung für regulierte Anwendungen, Ripple erhält die volle EU-Lizenz – und trotzdem fällt der Kurs. Während das Ökosystem technologisch voranschreitet, zeigt sich eine grundsätzliche Diskrepanz: Viele Ripple-Dienste benötigen XRP nicht zwingend als Abwicklungswährung.
Permissioned Domains: Zugangskontrolle für Institutionen
Am 4. Februar ging mit über 91-prozentiger Zustimmung der Validatoren das Feature "Permissioned Domains" live. Die XLS-80-Erweiterung erlaubt es, innerhalb des öffentlichen XRP Ledgers geschlossene Bereiche mit credential-basierten Zugangsbeschränkungen einzurichten.
Konkret bedeutet das: Institutionen können regelbasierte Umgebungen schaffen, in denen nur Teilnehmer mit bestimmten Credentials agieren dürfen – ohne dafür eine separate Blockchain aufsetzen zu müssen. Domain-Betreiber definieren Regeln, Konten mit passenden Credentials werden automatisch Mitglieder.
Die Neuerung zielt darauf ab, regulatorische Anforderungen traditioneller Finanzinstitute mit der Infrastruktur einer öffentlichen Blockchain zu verbinden. Aufbauend auf dem XLS-70 Credentials-Framework soll das Amendment die Grundlage für künftige regulierte Anwendungen wie genehmigte DEXs bilden.
Ripple erhält volle EU-Lizenz
Parallel dazu wandelte die luxemburgische Finanzaufsicht CSSF am Montag Ripples vorläufige Genehmigung in eine vollständige Electronic Money Institution (EMI)-Lizenz um. Damit kann Ripple seine Zahlungs- und Digital-Asset-Dienste in der gesamten EU skalieren.
Das Unternehmen verfügt mittlerweile über mehr als 75 globale Lizenzen und zählt zu den am stärksten regulierten Akteuren im Krypto-Sektor. Die Genehmigung beschleunigt insbesondere Ripple Payments, das grenzüberschreitende Zahlungsprodukt für Banken und Fintechs.
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RLUSD-Stablecoin wächst rasant
Ripples Stablecoin RLUSD verzeichnete allein in den 48 Stunden bis zum 4. Februar eine Neuemission von 109 Millionen Dollar. Der Gesamtumlauf liegt inzwischen bei 1,49 Milliarden Dollar, das 24-Stunden-Handelsvolumen erreichte 259,5 Millionen Dollar – mehr als PayPals PYUSD.
Nach der Übernahme von GTreasury für eine Milliarde Dollar im Oktober 2025 startete Ripple vergangene Woche Ripple Treasury, das RLUSD für grenzüberschreitende Abwicklungen integriert.
Das Entkopplungsproblem
Die Entwicklung verdeutlicht ein strukturelles Thema: Ripples Zahlungsdienste und Treasury-Lösungen funktionieren auch ohne XRP als Settlement-Asset. Permissioned Domains ändern weder Angebot noch Gebührenstruktur des Tokens direkt. Mögliche positive Effekte für XRP wären indirekt – falls regulierte Institutionen auf XRPL aufbauen und die On-Chain-Aktivität steigt, würde XRP als natives Asset für Transaktionsgebühren profitieren.
Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 92 bis 97 Milliarden Dollar bei einem Umlauf von 60,85 Milliarden der maximal 100 Milliarden XRP. Der Token hat in den vergangenen sieben Tagen etwa 16 bis 17 Prozent verloren und bewegt sich aktuell nahe seinem 52-Wochen-Tief.
Ob sich die technologischen Fortschritte und regulatorischen Erfolge langfristig in nachhaltige On-Chain-Nachfrage übersetzen, wird sich zeigen müssen – der aktuelle Markt honoriert die Meilensteine jedenfalls nicht.
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