SAP Aktie: Milliarden-Rückkauf startet
Nach heftigen Turbulenzen im Technologiesektor sendet SAP ein deutliches Signal an die Märkte. Der Walldorfer Softwarekonzern startete am Donnerstag, den 05. Februar 2026, die erste Tranche seines angekündigten Aktienrückkaufprogramms und löste damit eine spürbare Gegenbewegung im Handel aus. Kann diese finanzielle Offensive die jüngsten Ängste vor einer KI-Disruption nachhaltig verdrängen?
- Maßnahme: Start der ersten Rückkauf-Tranche über bis zu 2,6 Mrd. Euro
- Gesamtvolumen: Geplant sind bis zu 10 Mrd. Euro bis Ende 2027
- Aktueller Kurs: 171,44 € (Erholung vom 52-Wochen-Tief bei 164,62 €)
- Analysten-Votum: Goldman Sachs und Deutsche Bank bestätigen Kaufempfehlungen
Das Programm im Detail
SAP setzt die Ende Januar angekündigten Pläne zügig um. Wie aus Marktinformationen hervorgeht, begann heute der Erwerb eigener Anteile. Allein in diesem ersten Schritt sollen bis zum 27. Juli 2026 Aktien im Wert von bis zu 2,6 Milliarden Euro über die Börse zurückgekauft werden.
Gemessen am gestrigen Schlusskurs von 167,20 Euro entspricht dies einem rechnerischen Volumen von rund 15,55 Millionen Aktien oder knapp 1,27 Prozent des Grundkapitals. Die Börse reagierte erleichtert auf den tatsächlichen Vollzug: Der Kurs kletterte auf 171,44 Euro und löste sich damit vom 52-Wochen-Tief, das erst Ende Januar bei 164,62 Euro markiert wurde.
Sektor-Rotation und KI-Infrastruktur
Der Zeitpunkt der Maßnahme ist nicht zufällig gewählt. Zuletzt litten Software-Titel unter massiven Abverkäufen, die Marktbeobachter bereits als „Software-mageddon“ bezeichneten. Auslöser waren Befürchtungen, dass generative KI-Modelle die etablierten Geschäftsmodelle klassischer Softwareanbieter untergraben könnten.
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Parallel zur Kurspflege durch Rückkäufe tritt SAP diesem Narrativ operativ entgegen. Ebenfalls am Donnerstag nahm die Deutsche Telekom in München eine neue „KI-Fabrik“ in Betrieb, die in enger Kooperation mit Nvidia und SAP geplant wurde. Das mit 10.000 Grafikprozessoren ausgestattete Rechenzentrum soll die notwendige Leistung für generative KI-Anwendungen im Unternehmensumfeld liefern und unterstreicht die technische Ambition der Walldorfer.
Analysten sehen Unterbewertung
Trotz des jüngsten Kursverfalls von über 15 Prozent in den letzten 30 Tagen halten führende Investmentbanken an ihren optimistischen Szenarien fest. Die Deutsche Bank bestätigte zum Start des Rückkaufprogramms ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 220 Euro. Goldman Sachs sieht das Ziel sogar bei 260 Euro.
Die Diskrepanz zwischen der aktuellen Notierung und den Zielen der Analysten ist beträchtlich. Derzeit notiert die Aktie noch rund 15 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 201,74 Euro, was das technische Aufholpotenzial verdeutlicht, sofern die Stimmung im Sektor nachhaltig dreht.
Mit dem angelaufenen Rückkaufprogramm schafft SAP eine künstliche Nachfrage, die den Kurs in einem nervösen Marktumfeld stabilisieren dürfte. Für eine dauerhafte Rückkehr zu alten Höchstständen wird das Management in den kommenden Quartalen jedoch beweisen müssen, dass die Investitionen in die KI-Infrastruktur auch zu messbarem Umsatzwachstum führen.
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