Adidas Aktie: Bewährte Strategien
Adidas liefert ab: Ein zweistelliges Umsatzwachstum und eine deutlich verbesserte Marge zeigen, dass die Strategie unter CEO Bjørn Gulden operativ greift. Doch an der Börse spiegelt sich dieser Erfolg bisher kaum wider – die Aktie notiert in Schlagdistanz zum Jahrestief. Um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, holt der Sportartikelriese nun zum Gegenschlag aus.
Die Fakten auf einen Blick:
* Wachstum: Umsatz klettert währungsbereinigt um 13 % auf 24,8 Mrd. Euro.
* Profitabilität: Operativer Gewinn erreicht 2,1 Mrd. Euro, Bruttomarge steigt auf 51,6 %.
* Maßnahme: Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1 Milliarde Euro angekündigt.
* Börsenlage: Kurs mit 149,20 Euro weiterhin im Abwärtstrend (-41 % auf 12-Monats-Sicht).
Operative Stärke kehrt zurück
Die heute vorgelegten Jahresergebnisse für 2025 verdeutlichen, dass der Konzern aus Herzogenaurach seine Hausaufgaben gemacht hat. Besonders das vierte Quartal unterstreicht mit einem Umsatzplus von 11 Prozent die wiedergewonnene Dynamik. Wichtiger als das reine Wachstum ist jedoch die Qualität der Einnahmen: Die Verbesserung der Bruttomarge auf 51,6 Prozent signalisiert, dass Adidas weniger auf Rabatte angewiesen ist und die Preissetzungsmacht zurückgewinnt.
Parallel zu den Zahlen kündigte das Management ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm an. Bis zu einer Milliarde Euro will Adidas investieren, um eigene Papiere vom Markt zu nehmen. Dieser Schritt verdichtet nicht nur den zukünftigen Gewinn pro Aktie, sondern dient oft als Signal des Managements, dass man die eigene Bewertung als zu niedrig empfindet.
Aktie sucht den Boden
Trotz der soliden Fundamentaldaten bleibt die Stimmung am Markt unterkühlt. Mit einem aktuellen Kurs von 149,20 Euro notiert das Papier heute nur unwesentlich über dem erst kürzlich markierten 52-Wochen-Tief von 143,50 Euro. Der Abstand zum Hoch des letzten Jahres bei 261 Euro beträgt mittlerweile fast 43 Prozent.
Analysten bleiben vorerst vorsichtig. RBC Capital Markets senkte das Kursziel bereits Ende Januar auf 160 Euro und stufte den Titel auf „Sector Perform“ ab. Die Experten verweisen darauf, dass die Erwartungen für 2026 bereits hoch gesteckt sind und wenig Raum für Enttäuschungen bieten.
Umfeld bleibt dynamisch
Der Wettbewerb schläft nicht. Während Adidas organisch wächst, sorgt der Konkurrent Puma durch den Einstieg des chinesischen Riesen Anta Sports (Anteil nun ca. 29 Prozent) für Aufsehen. Gleichzeitig erhöhen Spezialanbieter den Druck: Deckers Brands meldete gestern Rekordergebnisse, getrieben durch ein massives Wachstum von 18,5 Prozent bei der Laufschuhmarke Hoka. Adidas muss sich also nicht nur gegen die klassischen Rivalen, sondern auch gegen agile Nischenplayer behaupten.
Im Fokus steht nun der Auftritt von CEO Bjørn Gulden auf der SPOBIS Conference in Hamburg. Marktteilnehmer erhoffen sich am 4. und 5. Februar konkrete Aussagen zur Strategie für das laufende Jahr, die als Katalysator für eine mögliche Bodenbildung der Aktie wirken könnten.
Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 03. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Adidas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








