Die Weichen für die Zukunft von ABO Energy sind gestellt. Gestern endete die Frist, in der die Anleihegläubiger über zentrale Änderungen der Anleihebedingungen abstimmen konnten. Das Ergebnis steht noch aus – doch für den angeschlagenen Projektentwickler steht viel auf dem Spiel: Ohne Zustimmung droht das mühsam ausgehandelte Sanierungskonzept zu scheitern.

Kernfrage: Verzicht auf Negativverpflichtung

Vom 10. bis 12. Februar stimmten die Gläubiger der Unternehmensanleihe 2024/2029 über einen entscheidenden Punkt ab: den Verzicht auf die Negativverpflichtungsklausel. Diese Klausel verhindert bislang, dass ABO Energy Vermögenswerte als Sicherheiten für neue Kredite nutzt, ohne die Anleihegläubiger gleichrangig abzusichern.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ABO WIND AG?

Ein Ja der Gläubiger würde dem Management den dringend benötigten Spielraum verschaffen. Neue Zwischenfinanzierungen und Kreditlinien könnten dann besichert werden – eine Voraussetzung, die das Unternehmen als existenziell für die operative Handlungsfähigkeit bezeichnet.

Die Fakten im Überblick:

  • Abstimmungszeitraum: 10. bis 12. Februar 2026
  • Betroffene Anleihe: 2024/2029
  • Kernforderung: Verzicht auf Negativverpflichtung
  • Erwarteter Konzernverlust 2025: rund 170 Mio. Euro
  • Status: Ergebnis wird zeitnah erwartet

Stillhaltevereinbarung steht auf dem Spiel

Die Dringlichkeit wird durch das Ende Januar geschlossene Banken-Stillhalteabkommen unterstrichen. Diese Vereinbarung schützt ABO Energy vorerst vor der Fälligstellung von Krediten – ist aber an Bedingungen geknüpft. Die Einbindung der Anleihegläubiger gilt als zentrale Komponente für die langfristige Wirksamkeit des Sanierungskonzepts.

Ohne deren Zugeständnisse könnte das Konstrukt zur Stabilisierung ins Wanken geraten. Die finanzierenden Banken haben ihre Zusagen explizit von der Mitwirkung der Anleihegläubiger abhängig gemacht.

Rekordverlust als Ausgangspunkt

Der massive Druck auf die Kapitalstruktur resultiert aus der Ankündigung vom Januar 2026: ABO Energy erwartet für das Geschäftsjahr 2025 einen Konzernjahresfehlbetrag von rund 170 Millionen Euro. Wertberichtigungen, Projektverschiebungen und ein schwieriges Marktumfeld belasten die Bilanz massiv.

Der Aktienkurs reagierte in den vergangenen Wochen entsprechend und steht weiterhin unter Druck. Marktbeobachter werten die ausstehende Abstimmung als binäres Ereignis für die weitere Kursentwicklung.

Die Veröffentlichung des Abstimmungsergebnisses wird in den kommenden Tagen erwartet und dürfte die kurzfristige Richtung der Aktie maßgeblich bestimmen. Eine Zustimmung würde den Weg für die geplante Restrukturierung ebnen, eine Ablehnung die Unsicherheit hingegen drastisch erhöhen.

ABO WIND AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ABO WIND AG-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:

Die neusten ABO WIND AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ABO WIND AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ABO WIND AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...