Die Zukunft des Projektentwicklers für erneuerbare Energien wird heute klarer. Bis zum Abend entscheiden die Anleihegläubiger über finanzielle Zugeständnisse, die dem angeschlagenen Unternehmen Luft zum Atmen verschaffen sollen. Nach einem erwarteten Rekordverlust von 170 Millionen Euro für 2025 steht ABO Energy mit dem Rücken zur Wand – und braucht dringend neue Kredite.


Die Fakten im Überblick:

  • Abstimmung endet heute: Gläubiger entscheiden über Stillhaltevereinbarung bis 31. Mai 2026
  • Kernanliegen: Verzicht auf Negativverpflichtung ermöglicht neue besicherte Kredite
  • Hintergrund: Erwarteter Jahresfehlbetrag von rund 170 Mio. Euro für 2025
  • Banken: Haben bereits Ende Januar einer Stillhaltevereinbarung bis Ende März zugestimmt

Warum ABO Energy die Zustimmung braucht

Ohne das Ja der Anleihegläubiger kann ABO Energy keine Sicherheiten für neue Zwischenfinanzierungen stellen. Diese sind jedoch unverzichtbar für das laufende Projektgeschäft – insbesondere für Avale und Kredite, die der Entwickler für Windkraft- und Solarprojekte benötigt.

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Die zur Abstimmung stehende Vereinbarung sieht zwei zentrale Punkte vor: Erstens den Verzicht auf die sogenannte Negativverpflichtung aus der Anleihe 2024/2029. Zweitens sollen die Gläubiger ihr außerordentliches Kündigungsrecht bis Ende Mai aussetzen. Das Management argumentiert, dass diese Maßnahmen die operative Handlungsfähigkeit sichern.

Allerdings gibt es Kritik. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) bemängelt, dass die Gläubiger weitreichende Rechte abgeben sollen, bevor ein abschließendes Sanierungsgutachten vorliegt. Die Investoren müssen also eine Entscheidung treffen, während wichtige Details zur langfristigen Perspektive noch fehlen.

Der Weg in die Schieflage

Der historische Verlust von 170 Millionen Euro hat mehrere Ursachen. Wesentliche Windprojekte verschoben sich ins laufende Jahr 2026, während gleichzeitig Sonderabschreibungen notwendig wurden. Diese resultierten aus gesunkenen Erwartungen bei den Vergütungen für künftige Auktionen im Bereich Windenergie an Land.

Bereits Ende Januar konnte ABO Energy einen Teilerfolg verbuchen: Die wichtigsten finanzierenden Banken stimmten einer Stillhaltevereinbarung bis Ende März zu und verzichten vorerst auf Kündigungen. Dies verschaffte dem Unternehmen Zeit für die Ausarbeitung eines Sanierungskonzepts. Die heutige Abstimmung der Anleihegläubiger ist der nächste kritische Baustein in diesem Prozess – und entscheidet darüber, ob der Projektentwickler die notwendige Finanzierung erhält, um seine Vorhaben fortführen zu können.

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