Es geht um die Existenz und die finanzielle Zukunft des Projektentwicklers. Nach der Schockmeldung über massive Verluste blickten Anleger und Management in den letzten Tagen gebannt auf die Gläubiger. Die zentrale Frage: Stimmen die Geldgeber der Anleihe dem Rettungsplan zu oder droht das Sanierungskonzept zu scheitern?

Entscheidung über die Zukunft

Der Zeitraum vom 10. bis 12. Februar war für ABO Energy (ehemals ABO Wind) kritisch. Die Inhaber der Anleihe 2024/2029 mussten entscheiden, ob sie einer weitreichenden Stillhaltevereinbarung beitreten. Dieses Votum ist kein bloßer Verwaltungsakt, sondern das Fundament für die weitere Restrukturierung. Ohne das grüne Licht der Gläubiger fehlt dem Unternehmen der nötige Spielraum, um Zwischenfinanzierungen für laufende Projekte abzusichern und die Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten.

Hintergrund dieser Dringlichkeit ist die desolate finanzielle Lage: Für das Geschäftsjahr 2025 prognostiziert die Führungsebene einen Konzernjahresfehlbetrag von rund 170 Millionen Euro. Dieser massive Verlust zwang das Management dazu, einen umfassenden Sanierungsprozess einzuleiten.

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Banken bereits an Bord

Während das Votum der Anleihegläubiger gerade erst abgeschlossen wurde, konnten an anderer Front bereits Fakten geschaffen werden. Mit den wesentlichen finanzierenden Banken erzielte ABO Energy bereits am 23. Januar 2026 eine Einigung. Die Institute verzichten vorübergehend auf ihre Kündigungsrechte. Dieser Schritt verschafft dem Konzern die dringend benötigte Zeit, um ein tragfähiges Sanierungskonzept auszuarbeiten, ohne sofortige fällig werdende Kredite fürchten zu müssen.

Ursachen des Absturzes

Verantwortlich für die finanzielle Schieflage ist laut Geschäftsführung ein toxischer Mix aus internen und externen Faktoren. Besonders der Heimatmarkt Deutschland bereitet Probleme: Überzeichnete Wind-an-Land-Auktionen führten zu drastisch reduzierten Einspeisevergütungen, was die Margen erodieren ließ.

Gleichzeitig musste das Unternehmen den Wert seiner Projekte in den Büchern korrigieren. Gesunkene Erwartungen an künftige Zuschläge machten erhebliche Sonderabschreibungen notwendig. Verschärft wurde die Lage durch die Verschiebung wichtiger Projekte in das Jahr 2026 sowie operative Probleme in Auslandsmärkten wie Spanien, Finnland und Griechenland.

Mit dem Abschluss der Gläubigerabstimmung ist die nächste Hürde im Sanierungsmarathon genommen. Nun liegt der Fokus auf der strikten Umsetzung des angekündigten Effizienz- und Transformationsprogramms, um die operative Talfahrt zu stoppen und das Vertrauen des Kapitalmarktes zurückzugewinnen.

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