Xiaomi präsentiert in Barcelona seine neue Premium-Serie und meldet Rekorde im E-Auto-Geschäft. Doch zeitgleich droht der Indien-Konflikt zu kippen: Aus 72 Millionen Dollar Steuerforderung könnten über 150 Millionen werden. Und dann wäre da noch das Speicherchip-Problem, das den gesamten Smartphone-Markt erfasst hat.

Steuerstreit spitzt sich zu

Die indischen Behörden werfen Xiaomi vor, Zollabgaben auf Lizenzgebühren hinterzogen zu haben. Die ursprüngliche Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnte sich durch Strafen und Zinsen auf über 150 Millionen Dollar mehr als verdoppeln. Zusätzlich bleiben Vermögenswerte in Höhe von rund 610 Millionen Dollar eingefroren. Das Unternehmen wehrt sich gegen die Vorwürfe, doch der Ausgang bleibt offen.

Smartphone-Markt unter Druck

Laut aktualisierter IDC-Prognose sollen die weltweiten Smartphone-Auslieferungen 2026 um 12,9 Prozent auf rund 1,12 Milliarden Geräte fallen – der größte jemals gemessene Jahreseinbruch. Verantwortlich dafür: die angespannte Versorgungslage bei Speicherchips. Steigende DRAM- und NAND-Kosten treiben den durchschnittlichen Verkaufspreis um 14 Prozent auf 523 Dollar – in preissensiblen Märkten ein erheblicher Nachteil.

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Xiaomi spürt die Folgen bereits. Im vierten Quartal 2025 rutschte der Konzern global auf Platz drei ab. Die Auslieferungen sanken um 11,4 Prozent auf rund 37,8 Millionen Einheiten, der Marktanteil fiel auf etwa 11 Prozent.

E-Auto-Sparte glänzt

Einen Lichtblick bietet das Elektrofahrzeuggeschäft. Im dritten Quartal 2025 erzielte die EV-Einheit erstmals einen Quartalsgewinn bei knapp 109.000 ausgelieferten Fahrzeugen. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Xiaomi rund 410.000 Auslieferungen – deutlich über der eigenen Prognose von 300.000 Einheiten. Für 2026 peilt der Konzern 550.000 Fahrzeuge an.

Rückkäufe als Gegenmaßnahme

Die Aktie notiert bei 3,76 Euro und liegt damit über 27 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 16 Prozent zu Buche. Als Reaktion startete das Management Ende Februar ein umfangreiches Rückkaufprogramm mit einem Rahmen von bis zu 2,5 Milliarden Hongkong-Dollar. Allein am 24. und 25. Februar erwarb das Unternehmen jeweils 2,8 Millionen Class-B-Aktien.

Dividende in Sicht

Am 24. März 2026 prüft der Vorstand die Jahresergebnisse 2025 und erwägt die Zahlung einer Schlussdividende – die erste seit dem Börsengang. Für die ersten neun Monate 2025 meldete Xiaomi einen Umsatzanstieg von 32,5 Prozent auf über 340 Milliarden RMB sowie einen Gewinnanstieg um 140 Prozent auf über 35 Milliarden RMB. Entscheidend wird, wie das Management den Ausblick vor dem Hintergrund der Speicherchip-Krise formuliert.

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