Xiaomi zündet heute auf dem Mobile World Congress die nächste Stufe seiner Produkt-Offensive. Doch während in Barcelona das Blitzlichtgewitter für die neue 17er-Serie und die vertiefte Leica-Kooperation dominiert, kämpft der Konzern in Indien an einer gefährlichen juristischen Front. Kann die Technologie-Show die Sorgen um den massiven Marktanteilsverlust und den eskalierenden Steuerstreit verdrängen?

Globale Attacke auf das Premium-Segment

Der heutige Samstag markiert einen entscheidenden Termin für den chinesischen Technologiekonzern. Mit der Vorstellung der Xiaomi-17-Serie in Barcelona will das Unternehmen seine Position im High-End-Bereich festigen. Im Fokus steht dabei das "Ultra"-Modell, das im vierten Jahr der Partnerschaft mit Leica als erstes Smartphone über eine professionelle, APO-zertifizierte Teleobjektiv-Optik verfügt.

Begleitet wird der Launch von der Einführung des "Xiaomi Tag", einer direkten Antwort auf Apples AirTag. Diese Produktoffensive ist notwendig, um die Margen im Hardware-Geschäft zu stützen, denn der Wettbewerb schläft nicht.

Juristischer Gegenwind belastet

Die positive Stimmung in Spanien wird jedoch durch ernste Nachrichten aus Indien getrübt. Der dortige Steuerstreit hat nun das Oberste Gericht erreicht. Xiaomi wehrt sich gegen den Vorwurf, Zollabgaben auf Lizenzgebühren hinterzogen zu haben. Die ursprüngliche Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnte sich durch Strafen und Zinsen auf über 150 Millionen US-Dollar mehr als verdoppeln – eine Summe, die den Gewinn der indischen Sparte deutlich übersteigt.

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Zusätzlich bleiben Vermögenswerte in Höhe von rund 610 Millionen US-Dollar eingefroren. Diese Unsicherheiten spiegeln sich auch im Kursverlauf wider: Seit Jahresanfang verlor das Papier 16,21 Prozent an Wert und ging am Freitag bei 3,76 Euro aus dem Handel. Der einstige Marktführer in Indien musste zudem zusehen, wie sein Marktanteil von ehemals 31 Prozent auf zuletzt nur noch 12 Prozent abrutschte.

Lichtblick E-Auto und Aktienrückkäufe

Trotz der Probleme im klassischen Smartphone-Geschäft liefert die Elektroauto-Sparte starke Argumente für die Bullen. Das Segment erreichte bereits im dritten Quartal 2025 die operative Gewinnzone – ein Meilenstein, den viele Konkurrenten erst nach Jahren schaffen. Mit über 410.000 ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2025 und einem Ziel von 550.000 Einheiten für das laufende Jahr etabliert sich Xiaomi zunehmend als ernstzunehmender Player im Automobilsektor.

Das Management unterstreicht seine Zuversicht mit einem laufenden Aktienrückkaufprogramm. Zuletzt wurden am 24. Februar weitere 2,8 Millionen Aktien vom Markt genommen, um den Kurs zu stabilisieren.

Ausblick: Zahlenwerk im Fokus

Nach dem heutigen Produktfeuerwerk wird sich der Fokus der Anleger auf den 24. März 2026 richten. Die dann anstehende Veröffentlichung der vollständigen Finanzergebnisse wird zeigen, ob die Gewinne aus der boomenden E-Auto-Sparte die Schwäche im indischen Smartphone-Markt kompensieren können. Bis dahin bleibt die Aktie ein Spielball zwischen technologischer Innovation und regulatorischen Risiken.

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