Warner Bros. Discovery: Pentwater-Allianz
Paramount Skydance erhöht den Druck im Übernahmekampf um Warner Bros. Discovery massiv. Mit einem verbesserten Angebot und der Vorbereitung eines Proxy-Kampfs über einen Großinvestor greift der Bieter die konkurrierenden Fusionspläne mit Netflix frontal an.
Die feindliche Übernahme des Medienriesen Warner Bros. Discovery (WBD) tritt in eine entscheidende Phase ein. Paramount Skydance kündigte am Donnerstag und Freitag verbesserte Konditionen für sein Übernahmeangebot an – und zielt damit direkt auf die Unterstützung des Vorstands für den Netflix-Deal. Gleichzeitig verdichten sich Berichte über einen bevorstehenden Umbau des Aufsichtsrats.
Verbessertes Angebot mit Quartalsprämie
Seit 13. Februar 2026 hat Paramount die finanziellen Details seines reinen Bar-Angebots angepasst, um skeptische Aktionäre zu überzeugen. Während das Kernangebot bei 30,00 Dollar je Aktie bleibt, führte das Unternehmen eine sogenannte „Ticking Fee" ein. Falls die Transaktion nicht bis 31. Dezember 2026 abgeschlossen wird, erhöht sich der Angebotspreis um 0,25 Dollar je Aktie für jedes folgende Quartal. Das entspricht einer zusätzlichen Zahlung von bis zu 650 Millionen Dollar pro Quartal an die Aktionäre.
Die Kernpunkte:
- Angebot Paramount: 30,00 Dollar je Aktie (Bar)
- Konkurrenzangebot Netflix: 27,75 Dollar je Aktie
- Neue Quartalsprämie: 0,25 Dollar je Aktie/Quartal (ab 31. Dezember 2026)
- Abstandszahlung: Paramount übernimmt 2,8 Milliarden Dollar Exit-Kosten an Netflix
- Annahmefrist verlängert: bis 2. März 2026
Zusätzlich verpflichtete sich Paramount, die Abstandszahlung von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen, die Warner Bros. Discovery im Fall einer Vertragsbeendigung an Netflix zahlen müsste. Diese Anpassungen sollen die finanziellen Risiken eines Strategiewechsels für WBD-Aktionäre mindern.
Pentwater Capital als Schlüsselfigur
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Parallel zu den finanziellen Verbesserungen bereitet Paramount einen direkten Angriff auf die Führungsstruktur von Warner Bros. Discovery vor. Laut Medienberichten führt Paramount fortgeschrittene Gespräche mit Matthew Halbower, dem Gründer von Pentwater Capital. Pentwater ist derzeit der siebtgrößte Investor in WBD mit rund 50 Millionen Aktien.
Halbower hatte dem WBD-Vorstand zuvor eine „Verletzung der Treuepflicht" vorgeworfen, weil dieser das 108-Milliarden-Dollar-Angebot von Paramount zugunsten des niedrigeren Netflix-Gebots ablehnte. Paramount erwägt Berichten zufolge, Halbower und weitere Kandidaten für den Aufsichtsrat zu nominieren, um die aktuelle Blockade gegen die feindliche Übernahme aufzubrechen. Ein umbesetzter Vorstand könnte die Empfehlung für die Netflix-Transaktion zurückziehen.
Aktionäre zögern noch
Trotz des höheren Angebots fällt die Resonanz der Aktionäre bislang verhalten aus. Bis 10. Februar wurden lediglich 42,3 Millionen Aktien bei Paramount eingereicht – das entspricht nur etwa 1,7 Prozent der rund 2,48 Milliarden ausstehenden Aktien. Diese niedrige Annahmequote unterstreicht die Notwendigkeit für Paramount, über den geplanten Proxy-Kampf eine Entscheidung direkt über den Vorstand zu erzwingen.
Der Warner Bros. Discovery-Vorstand empfiehlt weiterhin die Fusion mit Netflix, die das Unternehmen mit 27,75 Dollar je Aktie bewertet (Gesamtvolumen circa 72 Milliarden Dollar). Paramount argumentiert, dass sein Angebot von 30,00 Dollar je Aktie finanziell überlegen sei und durch die reine Barkomponente größere Sicherheit biete. Die Entscheidung dürfte in den kommenden Wochen fallen – spätestens mit der verlängerten Annahmefrist am 2. März 2026.
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