Warner Bros. Discovery Aktie: Netflix statt Paramount
Warner Bros. Discovery steht zum Jahreswechsel vor einer Richtungsentscheidung: Der Medienkonzern wird laut übereinstimmenden Berichten das verbesserte Übernahmeangebot von Paramount Skydance ablehnen – trotz eines Kaufpreises von 30 Dollar je Aktie und einem Gesamtwert von 108,4 Milliarden Dollar. Stattdessen favorisiert der Vorstand eine Transaktion mit Netflix, die zwar niedriger bewertet ist, aber strukturell einen anderen Weg einschlägt.
Warum die Ablehnung?
Paramount Skydance hatte zuletzt nachgebessert: Oracle-Mitgründer Larry Ellison garantierte persönlich 40,4 Milliarden Dollar an Eigenkapital, die Finanzierungsunsicherheiten ausräumen sollten. Zusätzlich bot Paramount eine höhere Strafzahlung für den Fall regulatorischer Hürden an und verlängerte die Angebotsfrist.
Doch der Warner Bros. Discovery-Vorstand bleibt skeptisch. Im Zentrum der Bedenken steht die Frage der langfristigen Wertschöpfung und des Schuldenmanagements. Eine vollständige Fusion mit Paramount wird intern offenbar als strategisch weniger passend eingestuft als alternative Restrukturierungsoptionen.
Netflix-Deal als Gegenentwurf
Die bevorzugte Variante sieht den Verkauf der Premium-Sparten an Netflix vor – darunter Warner Bros. Pictures, HBO und der Streamingdienst Max. Diese Transaktion wird mit rund 82,7 Milliarden Dollar bewertet und würde die betroffene Sparte mit 27,75 Dollar je Aktie bewerten – teils in bar, teils in Netflix-Aktien.
Das Besondere: Warner Bros. Discovery würde seine linearen TV-Geschäfte in eine eigenständige Einheit namens „Discovery Global" abspalten. Der Vorstand sieht in dieser Struktur trotz des niedrigeren Gesamtwerts bessere risikoadjustierte Renditen und höhere Chancen auf regulatorische Genehmigung. Für Aktionäre käme hinzu, dass sie über die Netflix-Beteiligung am künftigen Wachstum des Streaming-Riesen partizipieren könnten.
Operative Kontinuität: Deal mit Canal+
Während der Übernahmekampf tobt, sicherte sich Warner Bros. Discovery gestern eine mehrjährige Vereinbarung mit der französischen Canal+-Gruppe. Der Vertrag bringt HBO Max ab Anfang 2026 nach Belgien und Österreich und verlängert die Verbreitung von zwölf linearen Kanälen über MultiChoice-Plattformen in Afrika.
Zudem werden Warner-Filme künftig sechs Monate nach Kinostart auf Canal+ verfügbar sein – ein stabilisierender Faktor für die Studiosparte, unabhängig von künftigen Eigentumsverhältnissen.
Kommende Woche: Formale Absage erwartet
Der Markt wartet nun auf die Vorstandssitzung in der kommenden Woche, in der die offizielle Ablehnung des Paramount-Angebots beschlossen werden dürfte. Die Begründung wird dann in einer SEC-Mitteilung (Schedule 14D-9) veröffentlicht.
Entscheidend wird, wie Paramount auf die Zurückweisung reagiert: Erhöht der Bieter sein Angebot über 30 Dollar, oder folgen rechtliche Schritte wegen angeblicher Pflichtverletzung des Vorstands? Gleichzeitig rückt die Finalisierung des Netflix-Deals in den Fokus, ebenso wie erste Signale der Kartellbehörden zu beiden Konstellationen.
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