BYD mischt die globale Autowelt neu auf. Der chinesische Hersteller hat Ford bei den weltweiten Fahrzeugverkäufen erstmals hinter sich gelassen und damit einen neuen Platz in den Top-Rankings erobert. Was steckt hinter dem Sprung – und warum blieb zuletzt trotzdem Sand im Getriebe?

Die wichtigsten Punkte:
- 2025 verkaufte BYD 4,6 Mio. Fahrzeuge und lag damit rund 200.000 Einheiten vor Ford
- BYD kletterte laut Bloomberg auf Platz 6 der weltgrößten Autobauer
- Exporte machten 2025 etwa 25% der Verkäufe aus (1,05 Mio. Fahrzeuge)
- Für 2026 peilt BYD 1,3 Mio. Exporte an

Neue Reihenfolge im Autoriesen-Ranking

Ford rutschte auf Rang 7 ab, nachdem die weltweiten Verkäufe laut Bloomberg um knapp 2% auf 4,4 Mio. Fahrzeuge fielen. An der Spitze bleibt Toyota mit 11,3 Mio. verkauften Autos. Dahinter folgen Volkswagen (unter 9 Mio.), Hyundai (7,2 Mio.), General Motors (rund 6,2 Mio.) und Stellantis (rund 5,5 Mio.).

Auffällig: BYD erreicht diese Größenordnung ausschließlich mit Plug-in-Hybriden und reinen Elektroautos.

Export-Schub und neue Technik

Der Auslandsabsatz trieb das Wachstum spürbar. 2025 gingen 1,05 Mio. Fahrzeuge in Überseemärkte – etwa ein Viertel der Gesamtverkäufe. Um regional liefern zu können, baut BYD Produktionskapazitäten in Brasilien, Thailand und Ungarn auf. Im Heimatmarkt blieb BYD der meistverkaufte Autobauer und setzte 2025 mehr als 3,1 Mio. Fahrzeuge ab.

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Technologisch legt der Konzern ebenfalls nach. In Unterlagen an Chinas Industrieministerium (MIIT) taucht für die Premiummarke Denza der Z9 mit 102 kWh und 122 kWh Batterie auf – basierend auf der LFP-Blade-Battery. Die größere Variante soll im chinesischen CLTC-Zyklus bis zu 1.068 km Reichweite ermöglichen. Eine Version mit drei Motoren kommt laut Bericht auf 850 kW Systemleistung.

Für Europa kündigte BYD zudem neue Hardware an: Am 10. Februar wurde der ATTO 3 EVO vorgestellt – mit 800-Volt-Architektur, 220 kW DC-Laden, 74,8 kWh Batterie, bis zu 317 Meilen WLTP Reichweite sowie optionalem Allrad mit 449 PS (330 kW).

Kursumfeld: Schwache Januar-Zahlen belasten

Trotz des globalen Meilensteins war die Aktie zuletzt schwankungsanfällig. Auslöser waren schwache Januar-Daten: BYD meldete im Heimatmarkt 109.569 Auslieferungen – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Als Grund nannte der Bericht die Wiedereinführung einer 5% Kaufsteuer auf „New Energy Vehicles“ in China, nachdem es dort über mehr als ein Jahrzehnt Ausnahmen gab.

Die in Hongkong gelistete Aktie stand dadurch unter Verkaufsdruck und fiel bis Anfang Februar sechs Wochen in Folge. In den jüngsten Handelssitzungen zeigte sich jedoch eine leichte Erholung.

Im Sektor bleibt der Gegenwind spürbar: steigende Rohstoffkosten (vor allem Lithium), weniger staatliche Förderung und harter Wettbewerb im Heimatmarkt – unter anderem durch Geely, Xiaomi und das von Huawei unterstützte Aito.

Zum nächsten Taktgeber dürfte werden, ob BYD den Exportpfad von 1,05 Mio. (2025) auf das Ziel von 1,3 Mio. Fahrzeugen in diesem Jahr tatsächlich hochfahren kann – während der chinesische Markt gleichzeitig mit Steuer- und Wettbewerbsdruck neu austariert.

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