Nvidia Aktie: OpenAI wechselt Chiplieferanten
Die Meldung dürfte in Santa Clara für Stirnrunzeln gesorgt haben: OpenAI, bisher einer der treuesten Kunden, testet erstmals eine ChatGPT-Version auf Hardware eines anderen Anbieters. Bloomberg berichtete am Donnerstag, dass das neue Modell GPT-5.3-Codex-Spark auf Chips von Cerebras Systems läuft – einem noch nicht börsennotierten Konkurrenten, der seinen Börsengang für das zweite Quartal 2026 plant.
Zwar beschreibt Bloomberg das neue Modell als schneller, aber weniger leistungsfähig in anderen Bereichen. Dennoch sendet die Diversifizierung ein Signal: Die großen KI-Player suchen nach Alternativen zu Nvidia. Das könnte mittelfristig die Preismacht des Chipgiganten schmälern, auch wenn der unmittelbare Effekt begrenzt bleiben dürfte.
Taiwan profitiert vom KI-Boom
Unterdessen zeigt sich in Taiwan, wie stark die gesamte Lieferkette vom KI-Boom profitiert. Die dortige Statistikbehörde hob am Freitag die Wachstumsprognose für 2026 drastisch von 3,54 auf 7,71 Prozent an. Grund sind vor allem die massiven Investitionen der großen Cloud-Anbieter in KI-Infrastruktur – und die damit einhergehende Nachfrage nach Halbleitern von TSMC, dem weltgrößten Auftragsfertiger und wichtigsten Produktionspartner von Nvidia.
Die taiwanischen Exporte sollen laut Prognose um über 22 Prozent zulegen. TSMC steht kurz davor, Nvidia als größten Kunden von Apple abzulösen – ein Indiz dafür, wie gewaltig die Chipmengen sind, die derzeit für KI-Anwendungen produziert werden. Allerdings warnen die Behörden auch vor Unsicherheiten: Sollten die großen Cloud-Anbieter ihre Investitionen verzögern oder kürzen, könnte das die Nachfrage dämpfen.
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Quartalszahlen rücken in den Fokus
Genau diese Frage beschäftigt derzeit auch die Anleger. Nach wochenlanger Seitwärtsphase richtet sich der Blick zunehmend auf die Quartalszahlen, die Nvidia am 25. Februar vorlegen wird. Goldman Sachs hat seine Position in Nvidia im vierten Quartal laut 13F-Bericht weiter gehalten – die Aktie bleibt nach wie vor eine der größten Positionen im Portfolio der Investmentbank.
Die Nervosität im gesamten Tech-Sektor ist spürbar. Amazon und Microsoft haben bereits über 20 Prozent seit ihren Höchstständen verloren, belastet durch Sorgen über die Kapitalrendite ihrer massiven KI-Investitionen. Allein Amazon will 2026 rund 200 Milliarden Dollar ausgeben. Ob sich diese Summen tatsächlich in Gewinne verwandeln lassen, wird auch für Nvidia entscheidend sein. Denn sollten die Cloud-Riesen ihre Ausgaben drosseln, würde das unmittelbar auf die Chipnachfrage durchschlagen.
Vorerst bleibt die Nvidia-Aktie in ihrer engen Range gefangen. Die Quartalszahlen Ende Februar dürften die Richtung für die kommenden Monate vorgeben.
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