Valneva muss seine Story neu sortieren. Seit dem Rückzug des US-Zulassungsantrags für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ am 19. Januar schaut der Markt weniger auf kurzfristige US-Umsätze – und stärker auf das, was in der Pipeline und bei der Kommerzialisierung außerhalb der USA tatsächlich trägt. Entscheidend wird, ob das Unternehmen jetzt schnell Klarheit liefert und die nächsten Meilensteine sauber abarbeitet.

Am Freitag schloss die Aktie bei 3,89 Euro (-2,56%). Auf 30 Tage steht damit ein Minus von 7,43% zu Buche. Auffällig: Mit einem RSI von 18,9 wirkt der Titel technisch stark überverkauft – bei gleichzeitig hoher 30-Tage-Volatilität von 94,38%. Das passt zu der „binären“ Biotech-Logik, bei der einzelne Nachrichten den Kurs spürbar bewegen können.

Die Fakten im Überblick

  • US-Antrag für IXCHIQ am 19. Januar zurückgezogen
  • Wichtigster Kurstreiber 2026: VLA15 (Lyme-Borreliose) mit Partner Pfizer
  • Erwartet: Phase-3-Daten („VALOR“) im 1. Halbjahr 2026
  • IXCHIQ bleibt relevant – aber ohne US-Markt, mit Fokus auf Europa, Kanada, Brasilien
  • Nächster Fixpunkt: Finanzbericht 2025 im März 2026 (voraussichtlich Mitte März)

VLA15 rückt ins Zentrum

Nach dem wegfallenden US-Pfad für IXCHIQ gewinnt VLA15 klar an Gewicht für die Equity-Story. Valneva verweist auf Phase-3-Ergebnisse der „VALOR“-Studie im ersten Halbjahr 2026. Genau hier liegt der nächste große Datenpunkt: Positive Resultate wären die Voraussetzung für die geplanten Zulassungsanträge in den USA und Europa.

Was heißt das für Anleger konkret? In den kommenden Monaten dürfte jede Aussage zu Zeitplan, Datensicherheit und Studienschritten besonders sensibel aufgenommen werden, weil sich die Aufmerksamkeit auf diesen einen Meilenstein bündelt.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Valneva?

IXCHIQ: Wachstum nun ohne USA

Ohne den US-Markt muss IXCHIQ den kommerziellen Beitrag über andere Regionen liefern. Valneva hat Zulassungen in Europa, Kanada und Brasilien. Der Markt wird deshalb darauf achten, wie schnell und effizient der Vertrieb dort hochläuft – und ob sich damit fehlende US-Umsätze zumindest teilweise abfedern lassen. Im Quelltext wird dabei besonders Brasilien als potenziell wichtiger Markt genannt.

Cash-Runway: Kostenseite wird wichtiger

Mit der veränderten Erlöslogik rückt die finanzielle Disziplin stärker in den Vordergrund. Beobachter fokussieren sich laut Quelltext vor allem auf zwei Punkte: die Cash-Position und die Burn-Rate. Hintergrund: Das Unternehmen muss genug finanziellen Spielraum halten, um bis zu den entscheidenden VLA15-Meilensteinen handlungsfähig zu bleiben.

Der nächste Termin, an dem Valneva diese Themen greifbar adressieren kann, ist der Finanzbericht für 2025 im März 2026. Dort wird der Markt vor allem auf Aussagen zur finanziellen Strategie und zum Kostenrahmen für 2026 achten – als Messlatte, ob die neue Prioritätensetzung auch operativ durchgehalten wird.

Valneva-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Valneva-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Valneva-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Valneva-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Valneva: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...