Der Biotech-Konzern Valneva steht nach dem Aus für seinen Chikungunya-Impfstoff in den USA vor einer entscheidenden Bewährungsprobe. Nachdem die US-Pläne begraben wurden, richtet sich der Blick der Investoren nun fast ausschließlich auf die Partnerschaft mit Pfizer und den Kampf gegen Lyme-Borreliose. Gelingt hier der Durchbruch oder droht weiteres Ungemach für den Aktienkurs?

  • Rückschlag: Freiwilliger Rückzug des Zulassungsantrags für IXCHIQ in den USA.
  • Hoffnungsträger: VLA15 gegen Borreliose ist der wichtigste verbleibende Kurstreiber.
  • Überverkauft: Ein RSI von 18,9 deutet auf eine extreme technische Übertreibung nach unten hin.

Strategische Vollbremsung in den USA

Valneva hat die Reißleine gezogen. Am 19. Januar 2026 gab das Unternehmen bekannt, den Zulassungsantrag für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ in den Vereinigten Staaten freiwillig zurückzuziehen. Dieser drastische Schritt ist die Konsequenz einer Kette negativer Ereignisse: Bereits im August 2025 hatte die FDA die Lizenz ausgesetzt, gefolgt von einer klinischen Sperre aufgrund eines schwerwiegenden unerwünschten Ereignisses außerhalb der USA.

Zwar betont das Management die weitere Zusammenarbeit mit Behörden in Märkten wie Europa, Kanada und Brasilien, wo das Vakzin zugelassen ist. Doch der lukrative US-Markt fällt für dieses Produkt vorerst weg, was die Wachstumphantasie der Anleger empfindlich trifft.

Pfizer-Partnerschaft muss liefern

Durch das Debakel in den USA erhöht sich der Druck auf die Pipeline massiv. Im Fokus steht nun der Kandidat VLA15 gegen Lyme-Borreliose. Das gemeinsam mit dem Pharmariesen Pfizer entwickelte Projekt ist derzeit der einzige Borreliose-Impfstoffkandidat in einer fortgeschrittenen klinischen Entwicklungsphase weltweit. Er zielt auf die sechs in Nordamerika und Europa dominierenden Serotypen des Bakteriums ab.

Das Schicksal der Aktie hängt nun maßgeblich an den Daten der Phase-3-Studie (VALOR). Sollten diese im laufenden Jahr 2026 positiv ausfallen, planen die Partner umgehend Zulassungsanträge bei der FDA und der europäischen EMA. Ein Erfolg hier wäre essenziell, um das Vertrauen des Marktes zurückzugewinnen.

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Charttechnik signalisiert Panik

Die Enttäuschung der Anleger spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Zuletzt schloss die Aktie bei 3,89 Euro, was einem Monatsverlust von 7,43 Prozent entspricht. Mit einem Abstand von über 64 Prozent zum 52-Wochen-Tief bleibt die Lage angespannt, auch wenn der Titel auf Jahressicht noch im Plus notiert.

Interessant für technisch orientierte Beobachter ist der Relative Strength Index (RSI). Mit einem Wert von 18,9 ist die Aktie extrem überverkauft. Dies könnte kurzfristig eine Gegenbewegung begünstigen, zumal die hohe Volatilität von rund 94 Prozent zeigt, wie nervös der Markt aktuell agiert.

Finanzen im Fokus

Die nächsten konkreten Impulse werden im März erwartet. Valneva plant für den 18. oder 19. März 2026 die Veröffentlichung der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals. Investoren werden hier genau prüfen, wie sich der Wegfall der US-Perspektive für IXCHIQ auf die finanzielle Planung und den Cash-Burn auswirkt. Bis dahin bleibt die Kursentwicklung primär von der Nachrichtenlage zur Pfizer-Kooperation abhängig.

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