Der französische Impfstoffhersteller Valneva hat seinen Zulassungsantrag für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ in den USA zurückgezogen. Nach einem schwerwiegenden Zwischenfall setzte die FDA das Verfahren auf Eis – nun konzentriert sich alles auf einen anderen Kandidaten.

Die wichtigsten Fakten:
- Freiwilliger Rückzug des US-Zulassungsantrags für IXCHIQ am 19. Januar
- FDA hatte das Verfahren zuvor auf "klinischen Halt" gesetzt
- Borreliose-Impfstoff VLA15 (mit Pfizer) rückt in den Fokus
- Phase-3-Daten werden im ersten Halbjahr 2026 erwartet
- Aktueller Kurs: 3,89 Euro (-24,65% unter Jahreshoch)

US-Markt fällt weg

Die Entscheidung kam Mitte Januar: Valneva zog den Antrag auf eine Biologics License Application für IXCHIQ bei der US-Arzneimittelbehörde zurück. Auslöser war ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis außerhalb der USA, woraufhin die FDA das Zulassungsverfahren stoppte.

Für das Unternehmen bedeutet dies den Verlust eines Schlüsselmarkts. Der Impfstoff ist zwar in Europa, Kanada und Brasilien zugelassen, doch der US-Markt hätte deutlich höhere Umsatzpotenziale geboten. Die Vermarktungsstrategie muss nun auf die verbliebenen Regionen ausgerichtet werden.

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Alles hängt nun an VLA15

Mit dem IXCHIQ-Rückschlag richtet sich der Blick auf den Borreliose-Impfstoff VLA15, den Valneva gemeinsam mit Pfizer entwickelt. Die VALOR-Studie der Phase 3 läuft bereits – die entscheidenden Wirksamkeitsdaten sollen in den kommenden Monaten vorliegen.

Pfizer plant bei positiven Ergebnissen noch 2026 Zulassungsanträge in Europa und den USA einzureichen. Ein Erfolg würde Valneva Zugang zu einem Milliarden-Markt verschaffen: Lyme-Borreliose ist in den USA und Europa weit verbreitet, einen zugelassenen Impfstoff gibt es bislang nicht.

Termine im Blick behalten

Die nächsten Wochen bringen Klarheit über die finanzielle Verfassung: Am 19. Februar veröffentlicht Valneva Umsatz und Liquidität für 2025, der vollständige Jahresbericht folgt im März. Anleger werden genau prüfen, wie das Management die Strategie nach dem US-Rückschlag justiert.

Der wichtigste Katalysator bleiben jedoch die VLA15-Studiendaten im ersten Halbjahr. Von ihnen hängt ab, ob Valneva nach dem IXCHIQ-Dämpfer wieder in die Erfolgsspur findet.

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