Solana bekommt gerade zwei sehr unterschiedliche Signale aus dem Markt: Auf der einen Seite wächst das Interesse institutioneller Anleger – samt neuer Produkte und Partnerschaften. Auf der anderen Seite schrumpft ausgerechnet das Fundament einer dezentralen Blockchain: die Zahl der Validatoren. Wie passt das zusammen?

Validatoren werden weniger – und es wird teurer

Laut Daten von Solanacompass (gemeldet am 29. Januar) ist die Zahl aktiver Solana-Validatoren in drei Jahren um 68% gefallen. Der Höchststand lag im März 2023 bei 2.560 Knoten, diese Woche waren es nur noch 795.

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Als Hauptgrund nennen unabhängige Betreiber steigende Betriebskosten. Gleichzeitig drücken große Anbieter mit Null-Gebühren-Modellen die Margen. Für kleinere Akteure wird der Betrieb damit zunehmend unattraktiv.

Ein weiterer Kostenfaktor: Validatoren müssen laut Artikel für das erste Jahr mindestens SOL im Gegenwert von rund 49.000 US-Dollar binden – Hardwarekosten nicht eingerechnet. Allein die „Voting Fees“ können gemäß technischer Dokumentation bis zu 1,1 SOL pro Tag betragen.

Nakamoto-Koeffizient sinkt

Der Rückgang hat direkte Folgen für die Dezentralisierungs-Kennzahlen. Der Nakamoto Coefficient – also die Mindestzahl unabhängiger Einheiten, die nötig wäre, um das Netzwerk zu stören – ist demnach von 31 (März 2023) auf aktuell 20 gefallen. Das entspricht einem Minus von 35%.

Kurz gesagt: Wenn weniger unabhängige Validatoren übrig bleiben, steigt das Klumpenrisiko. Genau dieser Punkt sorgt nun für mehr Aufmerksamkeit.

Institutionelles Interesse wächst trotzdem

Parallel dazu baut sich rund um Solana weiter eine „Finanz-Schicht“ auf – mit neuen Anlagevehikeln und Integrationen:

  • 21Shares hat am 29. Januar sein Jito Staked SOL ETP (Ticker: JSOL) an Euronext Amsterdam und Paris gestartet. Das Produkt gibt europäischen Anlegern börsengehandelten Zugang zu JitoSOL (Liquid-Staking-Token) und soll neben klassischen Staking-Erträgen auch zusätzliche transaktionsbezogene Einnahmen über Jitos Infrastruktur ermöglichen. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,99%.
  • Coinbase hat Jupiter, Solanas führenden DEX-Aggregator, integriert. Nutzer können damit Solana-Token „on-chain“ handeln, ohne dass jeder Token zentral gelistet sein muss – zentraler Zugang, dezentrale Ausführung.

Auch bei Partnerschaften ging es im Januar weiter: Hanwha Asset Management kooperiert mit der Solana Foundation in Südkorea (Fokus u. a. auf Bildung, mögliche ETPs nach regulatorischer Freigabe und Verwahrstandards). Zudem will Ondo Finance gemeinsam mit Solana über 200 tokenisierte Assets aufsetzen; der Artikel nennt für Solanas RWA-TVL inzwischen über 1 Mrd. US-Dollar, darunter etwa 200 Mio. US-Dollar an öffentlichen Aktienwerten.

Am Markt spiegelt sich die Gemengelage zuletzt eher in Druck als in Euphorie: Am Freitag fiel SOL um 5,94% auf 117,62 US-Dollar.

Zum Ansetzen dürfte in den kommenden Wochen entscheidend sein, ob Solana die Kosten- und Anreizstruktur für Validatoren so verbessert, dass die Dezentralisierungskennzahlen wieder stabilisieren – während gleichzeitig ETPs, Tokenisierung und Börsen-Integrationen die Nutzung weiter in Richtung Zahlungsverkehr, Trading und Settlement ziehen.

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