Rolls-Royce hat diese Woche gleich zwei wichtige Meilensteine vermeldet. Während ein Großauftrag von Delta Air Lines die Auftragsbücher füllt, liefert der Triebwerkshersteller endlich Klarheit zum langjährigen Trent-1000-Problem. Analysten bleiben gespalten – doch die Zahlen könnten bald für neue Impulse sorgen.

Delta ordert 62 Triebwerke

Am 28. Januar gab Delta Air Lines bekannt, 62 Großraumtriebwerke fest zu bestellen. Der Deal umfasst 30 Trent XWB-84 EP für Airbus A350-900 sowie 32 Trent 7000 für die A330neo-Flotte. Die Wahl der „EP"-Variante (Enhanced Performance) unterstreicht Delta's Fokus auf Treibstoffeffizienz.

Für Rolls-Royce ist der Auftrag ein Signal: Die Marktanteile im Großraumsegment wachsen weiter, insbesondere in Nordamerika. Der Vertrag stärkt die Umsatzvisibilität der Civil-Aerospace-Sparte und dürfte sich mittelfristig in den Cashflow-Prognosen niederschlagen.

Trent-1000-Nachrüstung startet im April

Am 30. Januar folgte das nächste Update: Die Phase-2-Verbesserungen für das Trent-1000-Triebwerk werden ab sofort in neue Produktionsmotoren integriert. Entscheidend für die bestehende Flotte: Das Nachrüstprogramm beginnt im April 2026, sobald Flugzeuge planmäßig gewartet werden.

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Die verbesserte Haltbarkeit soll die Zeit zwischen Wartungen verlängern – ein kritischer Faktor, um die Margen im Flugstunden-Modell (EFH) langfristig zu stabilisieren. Nach Jahren technischer Herausforderungen liegt nun erstmals ein konkreter Zeitplan vor.

Analysten uneinig über Bewertung

Die City diskutiert intensiv über das faire Kursniveau nach dem rasanten Anstieg der vergangenen Monate. Morgan Stanley setzt das Kursziel bei 1.280 Pence an, JPMorgan bei 1.245 Pence. UBS zeigt sich deutlich optimistischer und traut der Aktie 1.625 Pence zu – gestützt auf die mittelfristigen Cashflow-Ziele.

Die unterschiedlichen Einschätzungen spiegeln eine zentrale Frage wider: Wie viel der Erholung ist bereits eingepreist, wie viel strukturelles Wachstum bleibt noch übrig?

Blick auf die Jahresergebnisse

Ende Februar stehen die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 an. Investoren werden drei Bereiche im Detail prüfen: Erstens die Engine Flying Hours (EFH) – entspricht die Erholung im Langstreckenverkehr den Erwartungen für 2026? Zweitens die Margenentwicklung unter Berücksichtigung des Delta-Auftrags und der Trent-1000-Kosten. Drittens mögliche Updates zur Zeitschiene bei den Small Modular Reactors (SMR), die als zweiter Wachstumstreiber gelten.

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