Leonardo setzt gleich an zwei Stellen ein klares Signal: mehr Präsenz im europäischen Cyber-Verteidigungsmarkt – und Rückenwind aus dem Exportgeschäft. Eine neue Kooperation mit Indra und ein bestätigter Flugzeugauftrag aus Saudi-Arabien rücken den Konzern diese Woche in den Fokus. Doch was steckt strategisch dahinter?

Indra-Deal: Cyber wird zur Kernbaustelle

Auslöser der aktuellen Aufmerksamkeit ist ein strategischer Schritt von Mittwochabend: Leonardo hat mit der spanischen Indra Group ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Bereich Cyber Defence zu vertiefen – ein Feld, das für militärische Strukturen und kritische Infrastruktur zunehmend zentral ist.

Beide Unternehmen wollen gemeinsam Chancen identifizieren, um ihre Position in Europa und in NATO-Märkten auszubauen. Im Zentrum steht die Entwicklung sogenannter „souveräner Technologien“, also Lösungen, die Institutionen und Infrastruktur besser schützen sollen. CEO Roberto Cingolani ordnet die Vereinbarung als Beitrag zu europäischer Verteidigungsinnovation ein – auch mit Blick auf wachsende digitale Bedrohungen. Operativ soll die Allianz vor allem Stärken bei Threat Intelligence und Cyber-Training bündeln, um Angebote für öffentliche und private Kunden zu entwickeln.

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Saudi-Arabien: Auftrag mit technischer Aufwertung

Zusätzlichen Rückenwind liefert ein Exportauftrag, der bereits zu Wochenbeginn bestätigt wurde: Das Verteidigungsministerium des Königreichs Saudi-Arabien hat einen Vertrag über vier C-27J Spartan unterzeichnet. Die Maschinen werden für Maritime Patrol, Search and Rescue und Multi-Mission-Aufgaben konfiguriert.

Bemerkenswert: Die Royal Saudi Naval Forces werden damit der 21. Betreiber dieses Flugzeugtyps weltweit. Der Auftrag umfasst zudem die Integration spezifischer maritimer Waffensysteme – laut Meldung eine technische Weiterentwicklung der Plattform. Unterm Strich unterstreicht das die Nachfrage nach Leistungen der Luftfahrtsparte, insbesondere im Nahen Osten.

Börsenumfeld: Blick richtet sich auf März

Die jüngsten Updates passen in einen breiteren Aufwärtstrend im europäischen Verteidigungssektor, der von höheren Militärausgaben und geopolitischer Unsicherheit getragen wird. Auch an der Börse zeigt sich das: Die Aktie notiert aktuell bei 59,30 € und liegt damit nahe am jüngsten Jahreshoch.

Der nächste Fixpunkt für Investoren steht bereits im Kalender: Im März 2026 will Leonardo den Industrial Plan vorstellen. Davon erwarten Marktteilnehmer konkretere Aussagen zu mittelfristigen Finanzzielen – und dazu, wie Cyber-Verteidigung stärker mit dem klassischen Hardwaregeschäft verzahnt werden soll.

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