Solide Umsatzzahlen sind gut, doch für Valneva-Aktionäre zählt in diesem Jahr vor allem eines: Die klinischen Daten zum Borreliose-Impfstoff. Während das Biotech-Unternehmen heute seine Bücher für 2025 öffnete, richtet sich der Fokus des Marktes komplett auf die entscheidenden Studienergebnisse in den kommenden Monaten. Kann die Partnerschaft mit Pfizer den erhofften Durchbruch liefern oder bleibt die Aktie in der Warteposition?

Gemischtes Zahlenwerk

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 präsentiert sich als Übergangsphase. Valneva meldete einen Gesamtumsatz von 174,7 Millionen Euro, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Teufel steckt jedoch im Detail: Während die Verkäufe von Drittprodukten erwartungsgemäß um über 40 Prozent einbrachen, konnte das Geschäft mit den firmeneigenen Impfstoffen währungsbereinigt um 9 Prozent zulegen.

Die Liquiditätsposition schmolz von 168,3 Millionen auf 109,7 Millionen Euro ab. Diese Ressourcen müssen reichen, um die Brücke bis zu den nächsten kommerziellen Meilensteinen zu schlagen. Der Markt reagierte auf die Veröffentlichung positiv: Der Kurs legte heute um 4,02 Prozent auf 4,81 Euro zu und nähert sich damit wieder dem 52-Wochen-Hoch.

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Der alles entscheidende Zeitplan

Die fundamentale Bewertung des Unternehmens hängt derzeit fast ausschließlich an VLA15, dem Impfstoffkandidaten gegen Lyme-Borreliose. Das Management bestätigte heute, dass die Daten der Phase-3-Studie noch im ersten Halbjahr 2026 erwartet werden.

Dieses Programm, das gemeinsam mit dem US-Pharma-Riesen Pfizer vorangetrieben wird, ist der wichtigste Hebel für die künftige Unternehmensbewertung. Sollten die Daten positiv ausfallen, planen die Partner noch in diesem Jahr die Zulassungsanträge in den USA und Europa. Das wäre der Startschuss für eine potenzielle Kommerzialisierung.

Rückschläge und Kontinuität

Dass die Entwicklung neuer Impfstoffe kein Selbstläufer ist, mussten Anleger zuletzt beim Chikungunya-Impfstoff Ixchiq erfahren. Nach der Aussetzung der US-Lizenz im August 2025 zog Valneva den Zulassungsantrag im Januar 2026 endgültig zurück. Dieser Rückschlag erhöht den Druck auf das Borreliose-Programm massiv, da ein zweites Standbein im US-Markt vorerst wegfällt.

Um in dieser kritischen Phase Ruhe ins Unternehmen zu bringen, wurde der Vertrag von CEO Thomas Lingelbach um drei Jahre verlängert. Er muss nun liefern: Die Prognose für 2026 sieht einen Gesamtumsatz zwischen 155 und 170 Millionen Euro vor. Ob diese konservative Schätzung am Ende des Jahres Makulatur ist oder zur Realität wird, entscheidet sich in den Laboren und nicht in der Buchhaltung. Die kommenden Monate bis zur Jahresmitte werden somit die Richtungsentscheidung für die Aktie bringen.

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