UBS Aktie: Starke Zahlen
UBS liefert beim Gewinn ab – und trotzdem schaut der Markt genau auf eine andere Stelle. Denn parallel zu den überraschend starken Quartalszahlen meldet die Großbank erneut deutliche Mittelabflüsse im US-Wealth-Management. Wie gut ist das Ergebnis also wirklich, wenn ausgerechnet im wichtigen Amerika-Geschäft Geld abwandert?
Unterm Strich übertraf UBS im vierten Quartal 2025 die Analystenerwartungen deutlich. Gleichzeitig zeigte sich: Nicht jede Kennzahl strahlt – und genau diese Mischung erklärte die zunächst verhaltene Reaktion rund um die Zahlenvorlage.
Gewinn, Dividende, Rückkäufe: Das liefert UBS
Beim Ergebnis setzte UBS ein klares Ausrufezeichen. Der Nettogewinn lag im vierten Quartal 2025 bei 1,2 Mrd. US-Dollar und damit deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 919 Mio. US-Dollar. Auch auf Jahressicht meldete die Bank kräftiges Wachstum.
Wichtig für Aktionäre: UBS will die Ausschüttung spürbar erhöhen und zugleich weitere Aktien zurückkaufen.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Nettogewinn Q4 2025: 1,2 Mrd. US-Dollar (+56% zum Vorjahr)
- Nettogewinn Gesamtjahr 2025: 7,8 Mrd. US-Dollar (+53%)
- Dividende: 1,10 US-Dollar je Aktie (+22%), Auszahlung nach HV am 15. April 2026
- Ex-Dividende (SIX): 21. April 2026
- Aktienrückkäufe: 3 Mrd. US-Dollar geplant für 2026 (abhängig von Regulierung und Geschäftsentwicklung)
- Verwaltete Vermögen: erstmals über 7 Billionen US-Dollar (+15% im Jahresvergleich)
An der Börse steht die Aktie derweil zuletzt eher auf wackligem Untergrund: Der Schlusskurs von gestern (Donnerstag) lag bei 34,00 CHF, in 30 Tagen ging es 8,99% abwärts. Damit notiert der Titel rund 9,66% unter dem 50-Tage-Durchschnitt – ein Zeichen, dass der Markt trotz guter Zahlen noch nicht voll auf Entspannung umschaltet.
Credit-Suisse-Integration: Tempo bei Synergien
Auch bei der Integration der übernommenen Credit Suisse meldet UBS Fortschritte. Nach Bankangaben sind rund 85% der in der Schweiz gebuchten Kundenkonten auf UBS-Systeme migriert.
Beim Sparprogramm wurde zudem nachgelegt: Die kumulierten Brutto-Kosteneinsparungen liegen bei 10,7 Mrd. US-Dollar. Das Ziel hob UBS auf 13,5 Mrd. US-Dollar bis Ende 2026 an – 500 Mio. US-Dollar mehr als zuvor kommuniziert. Das passt zur Strategie, die Profitabilität strukturell zu erhöhen, nicht nur zyklisch über gute Marktphasen.
Der Haken: Abflüsse in den USA
Der auffälligste Schwachpunkt kam aus der Region Americas. Im US-Wealth-Management verzeichnete UBS Mittelabflüsse von über 14 Mrd. US-Dollar – bereits das dritte Quartal in Folge mit negativen Flows in dieser Region. Entsprechend lagen die Nettozuflüsse im Global Wealth Management mit 8,5 Mrd. US-Dollar spürbar unter den Erwartungen.
Genau diese Kombination – starke Gewinne, aber Druck im US-Vermögensgeschäft – bremste die anfängliche Euphorie. Untermauert wird das durch die hohe kurzfristige Nervosität im Kursbild: Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 136,84% (annualisiert), der RSI (14 Tage) bei 63,7.
Zum Ausblick bleibt UBS grundsätzlich optimistisch und erwartet für das erste Quartal 2026 ein weiterhin konstruktives Marktumfeld, verweist aber auf erhöhte geopolitische und wirtschaftspolitische Unsicherheit. Konkreter Orientierungspunkt für Anleger: Am 15. April 2026 entscheidet die Hauptversammlung über die erhöhte Dividende, der 21. April 2026 ist als Ex-Dividenden-Tag an der SIX terminiert.
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