Nvidia Aktie: Rückschläge verkraftet?
Die Nachrichtenlage beim Chip-Giganten könnte aktuell kaum widersprüchlicher sein. Während Großkunden wie Alphabet ihre Investitionen massiv hochfahren und Nvidia als Hauptprofiteur nennen, drohen an anderer Stelle schmerzhafte Einschnitte. Berichten zufolge könnte die traditionsreiche Gaming-Sparte zugunsten des KI-Geschäfts vorerst ins Hintertreffen geraten – eine strategische Entscheidung, die vor allem auf knappe Ressourcen und unterschiedliche Gewinnspannen zurückzuführen ist.
Geldregen durch Big Tech
Rückenwind erhält die Aktie durch die jüngsten Ankündigungen von Alphabet. Der Google-Mutterkonzern plant, seine Kapitalausgaben (Capex) für das Jahr 2026 auf gewaltige 175 bis 185 Milliarden US-Dollar fast zu verdoppeln. Berichten von The Motley Fool zufolge wurde Nvidia explizit als Schlüsselfigur für diese Ausgabenoffensive genannt, insbesondere für die neue "Vera Rubin"-Plattform.
Dies bestätigt den Trend, den auch Meta bereits signalisiert hat: Der Investitionszyklus für Künstliche Intelligenz läuft weiterhin auf Hochtouren. Da das Rechenzentrumsgeschäft inzwischen rund 90 Prozent der Nvidia-Umsätze ausmacht, sichert dieser anhaltende Bedarf der Hyperscaler die Einnahmebasis des Unternehmens ab.
Engpässe erzwingen Prioritäten
Doch die enorme Nachfrage trifft auf eine begrenzte Lieferkette, was das Management offenbar zu drastischen Schritten zwingt. Wie The Information unter Berufung auf TrendForce berichtet, könnte Nvidia im Jahr 2026 erstmals seit fast 30 Jahren keine neue Gaming-Grafikkarte auf den Markt bringen. Die Massenproduktion der erwarteten RTX-60-Serie würde sich demnach auf Ende 2027 oder gar 2028 verschieben.
Der Grund für diesen möglichen Aufschub liegt in einem globalen Mangel an Speicherchips. Nvidia scheint hier rein wirtschaftlich zu kalkulieren und die verfügbaren Ressourcen dem KI-Segment zuzuweisen. Ein Blick auf die Profitabilität erklärt diese Entscheidung: Während im Gaming-Bereich Margen von etwa 40 Prozent erzielt werden, liegen diese bei KI-Beschleunigern geschätzt bei rund 65 Prozent.
Rechtliche und geopolitische Hürden
Neben den operativen Herausforderungen belasten juristische Themen die Stimmung. Ein geplanter Deal mit ByteDance zum Verkauf von H200-Chips wurde zwar von der US-Regierung unter Auflagen genehmigt, diese Konditionen stuft Nvidia jedoch laut Berichten als "wirtschaftlich nicht tragbar" ein. Zudem sorgt eine ausgeweitete Sammelklage für Unruhe: Dem Unternehmen wird vorgeworfen, urheberrechtlich geschützte Inhalte für das Training seiner KI-Modelle genutzt zu haben, wobei das Management die Risiken angeblich bewusst in Kauf nahm.
Die Aktie zeigte sich zuletzt volatil und notierte am Donnerstag bei 171,88 US-Dollar, was einem Wochenverlust von rund 10 Prozent entspricht. Investoren richten ihren Blick nun auf den 25. Februar 2026. An diesem Datum wird Nvidia die Zahlen für das vierte Quartal sowie das gesamte Fiskaljahr vorlegen und voraussichtlich Klarheit über die Produkt-Roadmap schaffen.
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