Amazon Aktie: 200-Milliarden-Schock!
Die Amazon-Aktie erlebte gestern Abend einen Kurseinbruch von über acht Prozent im nachbörslichen Handel. Der Auslöser: eine Investitionsankündigung, die selbst die ausgabefreudigen Tech-Rivalen in den Schatten stellt. Rund 200 Milliarden Dollar will der Konzern 2026 in KI-Infrastruktur, Chips, Robotik und Satellitenprojekte stecken. Zum Vergleich: 2025 lagen die Investitionen noch deutlich darunter.
Die Quartalszahlen selbst waren durchwachsen. Mit einem Gewinn von 1,95 Dollar je Aktie verfehlte Amazon die Analystenschätzungen von 1,97 Dollar knapp. Der Umsatz lag mit 213,39 Milliarden Dollar hingegen leicht über den Erwartungen von 211,33 Milliarden Dollar. Doch nicht diese Abweichungen brachten die Aktie ins Trudeln.
Investitions-Marathon ohne Gewissheit
Die 200 Milliarden Dollar sind eine Hausnummer, die selbst Alphabet mit seinen angekündigten 175 bis 185 Milliarden Dollar für 2026 übertrifft. Meta plant mit 115 bis 135 Milliarden Dollar. Das Problem: Die Wall Street hat Zweifel, ob sich diese gewaltigen Summen jemals amortisieren werden. Während die Konkurrenz die Ausgaben aus dem operativen Cashflow stemmen kann, droht Amazon als einziger der großen Tech-Konzerne in diesem Jahr ein negativer Free Cashflow.
CEO Andy Jassy betont zwar, der Großteil des Kapitals fließe in den Ausbau der KI-Infrastruktur und man rechne langfristig mit profitablen Renditen. Die Cloud-Sparte AWS lieferte im vierten Quartal mit einem Umsatzwachstum von 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar auch starke Zahlen – das schnellste Wachstum seit 13 Quartalen. Doch reicht das?
Rotation in defensive Werte
Der Kursrutsch bei Amazon ist kein Einzelfall. Die gesamte Tech-Branche erlebt aktuell eine heftige Rotation. Investoren ziehen sich aus Technologiewerten zurück und suchen Zuflucht in defensiveren Sektoren. Die Sorge: überhöhte Bewertungen treffen auf massive Ausgabenpläne, deren Erfolg unsicher ist. Software-Unternehmen gelten bereits als Verlierer der KI-Revolution, und diese Schwäche färbt auf Chipwerte und den gesamten Sektor ab.
Unter dem Strich verbuchte Amazon im vierten Quartal einen Gewinn von 21,2 Milliarden Dollar – nur marginal über den 20 Milliarden Dollar aus dem Vorjahr. Belastet wurde das Ergebnis durch Sonderkosten von 1,1 Milliarden Dollar für einen Steuerstreit in Italien sowie 610 Millionen Dollar für die Schließung von Amazon Fresh und Amazon Go Läden in den USA. Hinzu kamen 730 Millionen Dollar Abfindungen für rund 30.000 gestrichene Bürojobs.
Die Aktie stand bereits im regulären Handel unter Druck mit einem Minus von 4,4 Prozent. Der nachbörsliche Absturz setzte dem dann die Krone auf. Der Kurs sackte zeitweise auf 204,88 Dollar ab.
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