Gold: Strategische Vorteile!
Der Goldpreis durchlebt die turbulenteste Phase seit Jahrzehnten. Binnen weniger Tage stürzte das Edelmetall von seinem Allzeithoch ab – nur um sich ebenso spektakulär zu erholen. Auslöser war eine Personalentscheidung, die die gesamte Marktlogik der vergangenen Monate in Frage stellte.
Die wichtigsten Fakten:
- Allzeithoch am 29. Januar bei 5.600 USD, gefolgt von schwerem Einbruch
- Stärkste Tageserholung seit über 17 Jahren am 3. Februar (+5%)
- Gold-ETFs verzeichneten im Januar Rekordzuflüsse von 19 Milliarden USD
- Analysten sehen Kursziele zwischen 5.400 und 6.300 USD für Jahresende
Warsh-Nominierung erschüttert Märkte
Die Ernennung von Kevin Warsh zum neuen Fed-Chef durch Präsident Trump am 30. Januar löste den massiven Ausverkauf aus. Warsh gilt als geldpolitischer Hardliner. Die Marktteilnehmer interpretierten den Schritt als Vorzeichen einer strafferen Geldpolitik – eine Kehrtwende gegenüber den Erwartungen, die den Goldpreis zuvor auf Rekordhoch getrieben hatten.
Der zweitägige Einbruch war laut Reuters der schwerste seit 1983. Am 5. Februar notierte Gold bei 4.815 USD – ein Minus von 4,62 Prozent zum Vortag und rund 14 Prozent unter dem Allzeithoch. Die Erholung am 3. Februar auf 4.913 USD markierte jedoch die stärkste Tageserholung seit mehr als 17 Jahren.
Institutionelle Anleger bleiben bullish
Trotz der heftigen Preisschwankungen zeigt sich die institutionelle Nachfrage ungebrochen. Der World Gold Council meldet für Januar einen historischen Rekord: Gold-ETFs verzeichneten Zuflüsse von 19 Milliarden USD. Die globalen Bestände stiegen um 120 Tonnen auf 4.145 Tonnen, das verwaltete Vermögen erreichte 669 Milliarden USD.
Besonders bemerkenswert: China war mit 6 Milliarden USD die zweitgrößte Zuflussquelle nach den USA. Auch das Handelsvolumen erreichte neue Dimensionen – durchschnittlich 623 Milliarden USD täglich im Januar, ein Plus von 52 Prozent gegenüber dem Vormonat.
UBS-Strategen ordnen die Volatilität als "normal innerhalb eines strukturellen Aufwärtstrends" ein. Die typischen Signale für das Ende eines Gold-Bullenmarktes – dauerhaft hohe Realzinsen, strukturell stärkerer Dollar, verbesserte geopolitische Stabilität – seien noch nicht erkennbar.
Zentralbanken als Nachfrageanker
Die strukturelle Unterstützung durch Zentralbanken bleibt intakt. 2025 kauften Notenbanken weltweit 863 Tonnen Gold. JP Morgan prognostiziert für 2026 Käufe von 800 Tonnen. Eine Reuters-Umfrage unter 30 Analysten ergab eine mediane Jahresprognose von 4.746,50 USD – die höchste seit Beginn der Erhebung 2012.
Hedgefonds-Legende Ray Dalio bezeichnete Gold am World Governments Summit in Dubai als "sicherste Anlage" angesichts eines drohenden "Kapitalkriegs" zwischen den USA und China. Das Edelmetall fungiere als zweitgrößte Reservewährung.
Analystenziele divergieren stark
Die Prognosen der Investmentbanken variieren erheblich. UBS sieht kurzfristig 6.200 USD, zum Jahresende 5.900 USD. JP Morgan prognostiziert 6.300 USD bis Dezember. Goldman Sachs bleibt mit 5.400 USD konservativer, betont aber "signifikantes Aufwärtsrisiko". Bank of America hält 6.000 USD in den kommenden Monaten für möglich.
Die erhöhte Volatilität stellt jedoch eine neue Herausforderung dar. Das Handelsverhalten entspricht nicht mehr dem eines klassischen Safe-Haven-Investments. Dies könnte Zentralbanken mittelfristig zur Neubewertung ihrer Goldallokation veranlassen.
Am 5. Februar notierte Gold bei 4.815 USD – immer noch 69 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die strukturellen Treiber stark genug sind, um den Aufwärtstrend trotz der neuen geldpolitischen Rahmenbedingungen fortzusetzen.
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