Die Schweizer Großbank liefert ab: Ein Gewinnsprung um über 50 Prozent und eine deutliche Dividendenerhöhung sollten eigentlich für Kauflaune sorgen. Doch die Anleger reagieren unterkühlt und schicken das Papier auf Talfahrt. Der Grund für die Skepsis liegt nicht in der aktuellen Ertragskraft, sondern in enttäuschenden Neugeldzuflüssen und anhaltender regulatorischer Unsicherheit.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Jahresgewinn 2025: 7,8 Mrd. USD (+53 %)
  • Q4-Gewinn: 1,2 Mrd. USD (Erwartungen übertroffen)
  • Dividende: Erhöhung auf 1,10 USD je Aktie (+22 %)
  • Aktienrückkauf: Geplantes Volumen von 3 Mrd. USD für 2026
  • Verwaltete Vermögen: Erstmals über 7 Billionen USD

Die UBS präsentierte am gestrigen Mittwoch Zahlen, die auf den ersten Blick kaum Wünsche offenließen. Im Schlussquartal 2025 kletterte der Gewinn vor Steuern um rund 60 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt deutlich weniger auf dem Zettel. Dennoch notiert die Aktie heute bei 34,00 CHF und verzeichnet damit auf Wochensicht ein Minus von über 7 Prozent.

Wachstumssorgen drücken Stimmung

Verantwortlich für die negative Marktreaktion ist primär das Kerngeschäft der Vermögensverwaltung. Zwar überschritten die verwalteten Vermögen erstmals die Marke von 7 Billionen Dollar, doch die Dynamik lässt nach. Im vierten Quartal flossen lediglich Nettoneugelder in Höhe von 8,5 Milliarden Dollar zu – ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der Marktteilnehmer enttäuschte.

Hinzu kommt die Kostenentwicklung bei der Integration der Credit Suisse. Während die Bank bereits kumulierte Einsparungen von 10,7 Milliarden Dollar realisieren konnte, musste das Management die Prognose für die gesamten Integrationskosten von 14 auf 15 Milliarden Dollar anheben. Zwar sind bereits 85 Prozent der Schweizer Konten auf UBS-Systeme migriert, doch der Prozess bleibt teuer und komplex.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?

Regulatorische Hürden bremsen Fantasie

Ein weiterer Belastungsfaktor ist die Unklarheit über künftige Kapitalvorschriften in der Schweiz. Die UBS plant zwar Aktienrückkäufe im Wert von bis zu 3 Milliarden Dollar für das laufende Jahr, macht den weiteren Umfang dieser Maßnahmen jedoch von der finalen regulatorischen Ausgestaltung abhängig. Diese Unsicherheit verhindert derzeit, dass die Bank beim Kapitalrückfluss an die Aktionäre wieder das Niveau von vor der CS-Übernahme erreicht.

Die charttechnische Situation spiegelt diese Zurückhaltung wider. Mit dem aktuellen Kursrutsch hat sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 47,57 CHF auf über 28 Prozent ausgeweitet. Auch der wichtige 200-Tage-Durchschnitt von 33,28 CHF rückt bedrohlich nahe.

Trotz der operativen Stärke bleibt die UBS-Aktie vorerst in der Defensive. Solange die finale Ausgestaltung der Schweizer Kapitalvorschriften unklar ist und die Neugelddynamik schwächelt, dürften Anleger das Aufwärtspotenzial mit Vorsicht genießen. Der Fokus richtet sich nun auf die Generalversammlung am 15. April 2026, wo neben der Dividendenzahlung weitere Details zur langfristigen Kapitalstrategie erwartet werden.

UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 5. Februar liefert die Antwort:

Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...