UBS Aktie: Umsetzung hapert?
Die Schweizer Grossbank UBS hat starke Quartalszahlen vorgelegt – der Gewinn sprang um über 50 Prozent nach oben, die Dividende steigt kräftig. Dennoch reagiert die Aktie mit deutlichen Verlusten. Was steckt hinter der negativen Marktreaktion?
Die Zahlen im Detail
Im vierten Quartal 2025 erzielte die UBS einen Nettogewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten lediglich 970 Millionen Dollar erwartet. Der Vorsteuergewinn kletterte um rund 60 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Jahresgewinn 2025: 7,8 Milliarden Dollar (+53% zum Vorjahr)
- Verwaltete Vermögen: Erstmals über 7 Billionen Dollar
- Kosteneinsparungen seit Credit-Suisse-Übernahme: 10,7 Milliarden Dollar
- Geplante Dividende: 1,10 Dollar pro Aktie (+22%)
- Angekündigter Aktienrückkauf 2026: 3 Milliarden Dollar
Die Erträge stiegen im Schlussquartal um 4 Prozent auf 12,15 Milliarden Dollar, während der Aufwand um 1 Prozent auf 10,29 Milliarden Dollar zurückging. Die CET1-Kapitalquote liegt bei soliden 14,4 Prozent.
Der Schwachpunkt: Neugeldzuflüsse enttäuschen
Trotz der insgesamt positiven Bilanz zeigt sich ein Problem im Kerngeschäft. Im vierten Quartal flossen der globalen Vermögensverwaltung nur 8,5 Milliarden Dollar an Nettoneugeldern zu – deutlich weniger als im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2025 steht zwar ein Zufluss von 101 Milliarden Dollar zu Buche, doch die nachlassende Dynamik zum Jahresende beunruhigt Marktteilnehmer.
Die verwalteten Vermögen durchbrachen Ende Dezember erstmals die Marke von 7 Billionen Dollar. Doch ohne konstante Neugeldzuflüsse droht das Wachstum ins Stocken zu geraten.
Credit-Suisse-Integration läuft – aber teurer
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Die Übernahme der Credit Suisse schreitet voran. Rund 85 Prozent der 1,1 Millionen in der Schweiz gebuchten Konten wurden bereits auf UBS-Plattformen migriert. Die kumulierten Kosteneinsparungen belaufen sich auf 10,7 Milliarden Dollar, bis Ende 2026 sollen es 13,5 Milliarden werden.
Allerdings erhöhen sich auch die Integrationskosten von zuvor veranschlagten 14 Milliarden auf nun 15 Milliarden Dollar. Die Mitarbeiterzahl sank Ende Dezember auf 103.177 Vollzeitstellen – in der Schweiz stehen weiterhin rund 3.000 Entlassungen aus.
Regulatorische Unsicherheit belastet
Ein weiterer Belastungsfaktor bleibt die Diskussion um verschärfte Kapitalvorschriften in der Schweiz. Die UBS bestätigte zwar ihre Ziele für 2026 und strebt bis 2028 eine Eigenkapitalrendite von rund 18 Prozent sowie eine Cost-Income-Ratio von etwa 67 Prozent an. Die endgültige Höhe weiterer Aktienrückkäufe hänge jedoch von der finalen Ausgestaltung der neuen Kapitalregulierung ab.
Diese Ungewissheit macht Anleger nervös. Sollten die Anforderungen deutlich steigen, könnte dies die Kapitalrückführung an Aktionäre begrenzen.
Ausblick: Dividende steigt weiter
Für 2026 kündigt das Management eine weitere Dividendenerhöhung im mittleren Zehnprozentbereich an. Auf der Generalversammlung am 15. April 2026 wird die Verwaltung eine Ausschüttung von 1,10 Dollar pro Aktie vorschlagen. Ob dies ausreicht, um die Investoren zu besänftigen, hängt auch davon ab, wie sich die Neugeldzuflüsse in den kommenden Quartalen entwickeln.
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