Die Schweizer Großbank meldet für das Geschäftsjahr 2025 glänzende Gewinne und erhöht die Dividende. Dennoch geben die Papiere nach. Anleger stören sich vor allem an zwei Details: Einem als zu konservativ empfundenen Aktienrückkaufprogramm und massiven Geldabflüssen im wichtigen US-Markt. Die Reaktion zeigt, dass reine Gewinnsteigerungen dem Markt aktuell nicht genügen.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
* Reingewinn Q4 2025: 1,2 Mrd. USD (+56 % zum Vorjahr)
* Jahresgewinn 2025: 7,8 Mrd. USD (+53 %)
* Dividende: Erhöhung auf 1,10 USD je Aktie vorgeschlagen
* Aktienrückkauf 2026: 3 Mrd. USD (geplant)
* Problemzone: Nettoabflüsse von 14,1 Mrd. USD in der Region Amerika

Ernüchterung bei der Kapitalrückführung

Der Hauptgrund für die verhaltene Stimmung liegt in der angekündigten Kapitalrückführung. Zwar plant die UBS, im Jahr 2026 eigene Aktien im Wert von bis zu 3 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen, doch diese Summe bleibt hinter den Hoffnungen vieler Marktteilnehmer zurück. Investoren hatten darauf spekuliert, dass die Bank nach der Stabilisierungsphase der Credit-Suisse-Übernahme schneller zu den hohen Rückkaufvolumina der Vergangenheit zurückkehren würde.

Dabei läuft das operative Geschäft auf den ersten Blick hervorragend. Mit einem Gewinnsprung von 53 Prozent im Gesamtjahr und einem starken vierten Quartal übertraf die Bank die Analystenschätzungen deutlich. Auch die Integration der Credit Suisse schreitet voran: Rund 85 Prozent der Schweizer Kundenkonten sind bereits migriert, und die kumulierten Kosteneinsparungen beliefen sich bis Ende 2025 auf 10,7 Milliarden US-Dollar.

Warnsignal aus den USA

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Neben dem Aktienrückkauf sorgt die Entwicklung in der Vermögensverwaltung für Stirnrunzeln. Zwar durchbrach das verwaltete Gesamtvermögen erstmals die Schallmauer von 7 Billionen US-Dollar, doch die Qualität dieses Wachstums wird hinterfragt. Im vierten Quartal verzeichnete die UBS in der Region Amerika Nettoabflüsse in Höhe von 14,1 Milliarden US-Dollar. Dies drückte die konzernweiten Netto-Neugelder auf vergleichsweise magere 8,5 Milliarden US-Dollar.

Chartbild trübt sich ein

Diese Mischung aus operativer Stärke und strategischer Enttäuschung lastet schwer auf dem Kurs. Die Aktie notiert heute bei 34,78 CHF und hat seit Jahresanfang bereits 13,31 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 47,57 CHF ist mittlerweile auf fast 27 Prozent angewachsen. Technisch hat das Papier den 50-Tage-Durchschnitt von 37,55 CHF klar unterschritten, was den kurzfristigen Abwärtsdruck bestätigt.

Das Management muss nun beweisen, dass die Kosteneinsparungen der Credit-Suisse-Integration künftig in stärkere Kapitalrückflüsse an die Aktionäre umgemünzt werden können. Solange die Abflüsse im US-Geschäft anhalten und die Rückkäufe konservativ bleiben, dürften die starken Gewinne allein nicht ausreichen, um den Abwärtstrend nachhaltig zu stoppen.

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