UBS Aktie: Rekordgewinn – Anleger enttäuscht
Die größte Bank der Schweiz hat das Schlussquartal 2025 mit einem Nettogewinn von 1,2 Milliarden Dollar abgeschlossen – gut 56 Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich über den Analystenschätzungen. Für das Gesamtjahr 2025 kletterte der Gewinn um 53 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar. Doch statt Jubel folgte ein Kursrutsch: Die Aktie verlor zeitweise über 6 Prozent und gehörte zu den schwächsten Werten im SMI.
Integration fast geschafft – aber teurer
Die Übernahme der Credit Suisse zeigt Fortschritte: Rund 85 Prozent der 1,1 Millionen in der Schweiz verwalteten Konten wurden auf UBS-Plattformen überführt. Die kumulierten Kosteneinsparungen erreichten 10,7 Milliarden Dollar – eine halbe Milliarde mehr als geplant. Allerdings steigen auch die Integrationskosten von ursprünglich 14 auf nun 15 Milliarden Dollar.
Das verwaltete Vermögen überschritt erstmals die Marke von 7 Billionen Dollar, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Global Wealth Management-Sparte sammelte im vierten Quartal netto 8,5 Milliarden Dollar an neuen Kundengeldern ein.
Kapitalrückführung enttäuscht
Der eigentliche Grund für die Verkaufswelle: UBS will 2026 zunächst nur Aktien im Wert von 3 Milliarden Dollar zurückkaufen – deutlich weniger als die 5,6 Milliarden aus 2022, an die sich Anleger gewöhnt hatten. Finanzchef Todd Tuckner warnte zudem vor weiteren Mittelabflüssen amerikanischer Anleger in der ersten Jahreshälfte 2026. Bereits im vierten Quartal gab es mit minus 14,1 Milliarden Dollar den dritten Rückgang in Folge.
Die Dividende soll auf 1,10 Dollar je Aktie steigen – ein Plus von 22 Prozent. Für 2026 plant die Bank eine weitere Erhöhung im mittleren Zehnprozentbereich. Der endgültige Umfang der Aktienrückkäufe bleibt abhängig von den finalen Kapitalvorschriften in der Schweiz und der Zielerreichung.
Ziele bestätigt, Ausblick gedämpft
UBS hält an den Zielen für 2026 fest: eine Rendite auf das harte Kernkapital von rund 15 Prozent und ein Kosten-Ertrags-Verhältnis unter 70 Prozent. Mittelfristig peilt CEO Sergio Ermotti für 2028 eine Rendite von etwa 18 Prozent an – vorausgesetzt, die Eigenkapitalquote bleibt bei rund 14 Prozent.
Die Kernkapitalquote lag zum Jahresende bei 14,4 Prozent. Belastet wurde sie durch den Rückkauf von Credit-Suisse-Altanleihen im Wert von 8,5 Milliarden Dollar, die zu verzerrten Spreads vor der Übernahme ausgegeben worden waren. Dieser Schritt kostete 457 Millionen Dollar an hartem Kernkapital.
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