UBS Aktie: Radikaler Umbau
Die Schweizer Großbank steht unter Zugzwang. Nach der Vorlage gemischter Quartalszahlen und einem deutlichen Kursrückgang reagiert das Management mit einer umfassenden Neuausrichtung des Portfolios und der Personalstruktur. Während klassische Tech-Giganten aus dem Depot weichen müssen, setzt die UBS überraschend auf einen neuen Favoriten im Automobilsektor.
- Zahlenwerk: Umsatz im vierten Quartal über Erwartungen, Gewinn pro Aktie jedoch deutlich verfehlt.
- Kursreaktion: Aktie verliert auf 30-Tage-Sicht rund 29 Prozent an Wert.
- Portfolio-Rotation: Ausstieg aus Big Tech, Verdopplung der Anteile an Lucid Group.
- Strategie: Stellenaufbau in Hongkong steht weiterem Abbau im Schweizer Heimatmarkt gegenüber.
Enttäuschung nach Quartalszahlen
Die Reaktion des Marktes auf die am 4. Februar präsentierten Ergebnisse fällt eindeutig aus. Zwar konnte die UBS bei den Erträgen die Prognosen der Analysten schlagen, doch der Gewinn je Aktie blieb signifikant hinter den Erwartungen zurück. Diese Diskrepanz zwischen Umsatzwachstum und Profitabilität verunsichert die Anleger. Der Aktienkurs spiegelt diese Skepsis wider: Mit aktuell 33,72 CHF notiert das Papier fast 30 Prozent unter dem Niveau des Vormonats und hat sich weit vom 52-Wochen-Hoch bei 47,57 CHF entfernt.
Überraschende Wette auf E-Mobilität
Hinter den Kulissen vollzieht die Bank eine bemerkenswerte Umschichtung ihres Eigeninvestment-Portfolios. Berichten zufolge wurden Positionen in etablierten US-Technologieunternehmen wie Nvidia, Apple und Microsoft reduziert. Das frei gewordene Kapital fließt in eine riskantere Wette: Im vierten Quartal 2025 erhöhte die UBS ihre Beteiligung am Elektrofahrzeughersteller Lucid Group massiv. Durch den Zukauf von 3,81 Millionen Aktien verdoppelte sich der Bestand beinahe auf nun 7,68 Millionen Anteile. Damit avanciert die Schweizer Großbank zu einem der gewichtigeren institutionellen Investoren bei Lucid.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?
Asien-Wachstum gegen Heimat-Sparzwang
Die strategische Neuausrichtung betrifft nicht nur das Kapital, sondern auch das Personal. Hier zeigt sich eine zweigeteilte Welt: Um das Wachstum in Asien zu forcieren, plant das Institut die Einstellung zusätzlicher Vermögensverwalter am Standort Hongkong. Dies steht im direkten Kontrast zur Situation im Schweizer Heimatmarkt. Nach der Integration der Credit Suisse setzt sich der Konsolidierungskurs fort, was weitere Stellenstreichungen in der Schweiz nach sich zieht. Erschwerend kommt hinzu, dass die Finanzmarktaufsicht (Finma) weiterhin auf strengere Kapitalvorgaben pocht.
Der heutige Auftritt auf der eigenen Financial Services Conference bietet dem Management die Gelegenheit, diese strategischen Diskrepanzen zu erklären. Angesichts der hohen Volatilität und des anhaltenden Drucks auf den Aktienkurs muss die Führungsetage nun aufzeigen, wie die Balance zwischen aggressivem Umbau und notwendiger Profitabilität gelingen soll.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 9. Februar liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








