Die UBS liefert ab – zumindest auf dem Papier. Mit einem Milliardengewinn im vierten Quartal übertraf die Schweizer Großbank die Erwartungen der Analysten deutlich. Doch an der Börse herrscht Katerstimmung: Massive Geldabflüsse im wichtigen US-Markt und die Furcht vor drastischen regulatorischen Eingriffen lassen die Anleger fliehen.

  • Gewinnüberraschung: 1,2 Mrd. USD Nettogewinn in Q4 (Erwartung: 919 Mio. USD).
  • Warnsignal: 14 Mrd. USD Nettoabflüsse in der US-Vermögensverwaltung.
  • Aktionärsrendite: Aktienrückkäufe von bis zu 3 Mrd. USD für 2026 geplant.
  • Kursreaktion: Die Aktie verlor auf Monatssicht rund 29 Prozent an Wert.

Operative Stärke trifft auf Kundenflucht

Rein zahlenmäßig hat die UBS ein starkes Jahr 2025 hinter sich. Der Jahresgewinn kletterte um 53 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar. Auch die Integration der Credit Suisse schreitet voran: 85 Prozent der Schweizer Kundenkonten sind bereits migriert, und das Sparprogramm wurde um 500 Millionen auf nun 13,5 Milliarden US-Dollar aufgestockt.

Doch diese Erfolge werden von einer beunruhigenden Entwicklung im Kerngeschäft überschattet. Während der Konzern Gewinne verbucht, ziehen Kunden in den USA Gelder ab. Bedingt durch den Weggang von Beratern flossen dort 14 Milliarden US-Dollar ab. Global brach das Neugeld im Wealth Management auf magere 8,5 Milliarden US-Dollar ein – im Vorquartal waren es noch 37,5 Milliarden.

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Regulatorische Unsicherheit drückt den Kurs

Die Nervosität der Marktteilnehmer spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Aktuell notiert das Papier bei 33,67 CHF und hat damit allein in den letzten 30 Tagen fast 30 Prozent an Wert eingebüßt.

Verantwortlich für diesen Abverkauf ist nicht nur die US-Schwäche, sondern vor allem die Debatte um die Kapitaldecke. Die Schweizer Regierung diskutiert Maßnahmen, die die UBS dazu zwingen könnten, bis zu 26 Milliarden US-Dollar zusätzliches Kernkapital vorzuhalten. FINMA-Chef Stefan Walter bezeichnete die Pläne am 5. Februar als „gezielt und fokussiert“.

Zwar versuchte das Management zu beruhigen und betonte, dass die geplante Ausschüttung von mindestens 3 Milliarden US-Dollar über Aktienrückkäufe nicht von diesen Diskussionen gefährdet sei. Doch die Unsicherheit darüber, wie viel Kapital die Bank künftig binden muss, lastet schwer auf der Bewertung.

Fazit

Die UBS befindet sich in einer Zwickmühle. Operativ läuft die Maschine, und die CS-Integration gelingt schneller als gedacht. Doch solange die regulatorischen Anforderungen in der Schwebe sind und die US-Sparte Substanz verliert, ignorieren Investoren die guten Gewinnkennzahlen. Für eine nachhaltige Bodenbildung muss die Bank beweisen, dass sie den Aderlass in den USA stoppen kann.

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