UBS Aktie: Goldman senkt den Daumen
Nach dem herben Kursrutsch am Donnerstag kommt die UBS nicht zur Ruhe. Goldman Sachs streicht die Kaufempfehlung und verschärft damit die Skepsis am Markt. Während die Großbank mit höheren Dividenden lockt, bereiten massive Mittelabflüsse im wichtigen US-Geschäft und der regulatorische Druck durch die FINMA den Anlegern Kopfzerbrechen.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Downgrade: Goldman Sachs stuft von "Buy" auf "Neutral" herab.
- Kursziel: Reduzierung von 41,50 CHF auf 38,00 CHF.
- US-Schwäche: Nettoabflüsse von über 14 Milliarden US-Dollar im Wealth Management.
- Regulierung: FINMA-Chef pocht auf signifikante Kapitalerhöhungen.
- Aktionärsrendite: Dividende steigt um 22 Prozent, Aktienrückkäufe bis 3 Mrd. US-Dollar geplant.
Analysten treten auf die Bremse
Zum Wochenausklang reagiert Goldman Sachs direkt auf die jüngsten Quartalszahlen und den damit verbundenen Vertrauensverlust an den Märkten. Analyst Chris Hallam senkte sein Votum für die UBS-Papiere auf "Neutral" und korrigierte das Kursziel auf 38,00 CHF nach unten.
Diese Anpassung spiegelt die wachsende Vorsicht wider, nachdem die Aktie am Vortag zeitweise über 8 Prozent eingebüßt hatte. Zwar hält die Bank of America an ihrer Kaufempfehlung fest, doch der Schritt von Goldman Sachs signalisiert, dass kurzfristige Kurstreiber zunehmend hinter den Risiken verblassen.
Operative Baustelle USA
Ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung liegt jenseits des Atlantiks. Die Sparte US Wealth Management verzeichnete im vierten Quartal 2025 alarmierende Nettoabflüsse von über 14 Milliarden US-Dollar. Finanzchef Todd Tuckner führte diese Entwicklung auf Änderungen im Vergütungssystem zurück, die zum Abgang zahlreicher Berater führten.
Das Management rechnet auch für das erste Halbjahr 2026 mit anhaltendem Gegenwind in diesem Segment. Diese operative Schwäche trifft die Aktie in einer ohnehin fragilen Phase: Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf 15,25 Prozent.
Streit um Milliarden-Puffer
Zusätzlich belastet die Debatte um die Kapitalausstattung. FINMA-Chef Stefan Walter verteidigte am Donnerstag die Forderung nach strengeren Regeln, die im Extremfall bis zu 26 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Kernkapital für die UBS bedeuten könnten.
Walter bezeichnete die Pläne als "proportional", um die durch die Credit-Suisse-Integration gestiegene Systemrelevanz abzusichern. Für Aktionäre ist dies ein zweischneidiges Schwert: Einerseits sollen Risiken minimiert werden, andererseits könnte eine derartige Kapitalbindung die langfristigen Renditeaussichten schmälern.
Solide Zahlen versus Risikoszenarien
Trotz der negativen Schlagzeilen lieferte das abgelaufene Geschäftsjahr auch Lichtblicke. Ein Quartalsgewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar und die Anhebung der Dividende auf 1,10 US-Dollar je Aktie zeugen von einer gewissen Substanz. Auch die geplante Aktienrückkauf-Offensive im Volumen von bis zu 3 Milliarden US-Dollar soll den Kurs stützen, der aktuell bei 34,00 CHF notiert.
Für Investoren bleibt die Gemengelage jedoch kompliziert. Die attraktiven Ausschüttungen stehen den ungelösten Problemen im US-Vertrieb und der drohenden regulatorischen Kapitalbindung gegenüber. Ob die geplanten Rückkäufe ausreichen, um den Abwärtstrend nachhaltig zu stoppen, dürfte erst die operative Entwicklung der kommenden Quartale zeigen.
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