Die Amazon-Aktie zeigt sich am Montag bemerkenswert robust. Während der Dow Jones bei 50.219 Punkten ein neues Allzeithoch markierte, begrenzte sich das Minus bei Amazon auf nur 0,2 Prozent – eine deutliche Erholung nach dem brutalen Kurseinbruch von 5,6 Prozent am Freitag. Der Auslöser damals: Angekündigte KI-Investitionen von rund 200 Milliarden Dollar für 2026 hatten Anleger verschreckt.

STMicroelectronics sichert Chip-Nachschub

Doch Amazon handelt längst. Am Montag gab der europäische Halbleiterhersteller STMicroelectronics bekannt, künftig verschiedene Chips für Amazons Cloud-Sparte AWS zu liefern. Die Bauteile sind entscheidend für den Ausbau der Rechenzentren rund um Künstliche Intelligenz. Der Deal beinhaltet zudem Optionsscheine für bis zu 24,8 Millionen STMicro-Aktien im Wert von potenziell 700 Millionen Dollar, ausübbar über sieben Jahre zu 28,38 Dollar je Aktie. Die STMicro-Aktie schoss daraufhin um über 6 Prozent nach oben.

Für Amazon bedeutet die Vereinbarung Planungssicherheit bei kritischen Komponenten. Der Konzern hatte vergangene Woche bei der Vorlage seiner Quartalszahlen deutlich gemacht, dass der Löwenanteil der 200 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur fließen soll. STMicro beliefert neben Amazon auch Tesla und Apple – die neue Partnerschaft unterstreicht die zentrale Rolle des Chip-Herstellers in der Tech-Industrie.

Anleger verdauen Investitionsschock

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Die anfängliche Panik scheint sich zu legen. Während Alphabet nach ähnlichen Ankündigungen in den vergangenen fünf Handelstagen nur 6,3 Prozent verlor, büßte Amazon deutlichere 13 Prozent ein. Doch die Bereitschaft zur Schnäppchenjagd wächst: Am Freitag hatte bereits eine Rally eingesetzt, getrieben von gestiegener Risikobereitschaft und positiven Daten zur US-Verbraucherstimmung.

Marktbeobachter verweisen darauf, dass die massiven Ausgaben weniger Schwäche als vielmehr offensive Strategie signalisieren. Die Cloud-Konkurrenz schläft nicht – und wer im KI-Rennen vorne bleiben will, muss investieren. Amazons Quartalszahlen hatten Umsatz und Gewinne über den Erwartungen gezeigt. Die operative Stärke ist da, nun geht es um die richtige Positionierung für die nächste Wachstumsphase.

Der schwächere Dollar am Montag, ausgelöst durch politische Entwicklungen in Japan, stützt zusätzlich die Stimmung an der Wall Street. Ob die Amazon-Aktie damit die Talsohle erreicht hat, wird sich in den kommenden Tagen zeigen – wichtige Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten stehen noch aus.

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